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Sport
07/01/2012

Paszek im Wimbledon-Achtelfinale

Tamira Paszek schlug die Belgierin Wickmayer in drei Sätzen und steht zum dritten Mal im Achtelfinale von Wimbledon.

von Harald Ottawa

Ich bin sehr froh, der Druck, jeden Tag die Leistung zu bringen, war schon sehr groß", sagt eine erleichterte Tamira Paszek.

Die 21-Jährige, die in Wimbledon auch im Doppelbewerb dabei war und es im Mixed noch ist, bestand auch den dritten Test. Nicht mit Vorzug, aber erfolgreich. 2:6, 7:6 und 7:5 siegte sie nach 2:40 Stunden. Da konnte nicht nur Weltklasse-Tennis dabei sein. "Wickmayer zählt zu den fittesten Spielerinnen auf der Tour, hat enorm viel zurückgebracht", sagt ein glücklicher Manager Ronnie Leitgeb. Schlimm war es nur, wenn die beiden Kontrahentinnen aufschlagen mussten: Insgesamt gab es in diesem Drittrunden-Spiel 17 Breaks. Leitgeb: "Es war auch ein bisschen eine Windlotterie."

Und dennoch verbindet Paszek derzeit eines mit der absoluten Weltspitze: Die Vorarlbergerin spielt in den entscheidenden Phasen das beste Tennis. Wie schon in Eastbourne gegen Marion Bartoli oder danach im Finale gegen Angelique Kerber, in dem sie fünf Matchbälle abgewehrt hatte. Zwei waren es in der ersten Runde von Wimbledon gegen die ehemalige Nummer eins Caroline Wozniacki. Reine Nervensache. Ob allein der neue Trainer Andrei Pavel dahintersteckt? "Nein, das ist schon sie selbst, sie ist mental sehr stark, aber im spielerischen Bereich hat sie sich dank Pavel enorm verbessert", lobt Leitgeb.

Paszek, derzeit die Nummer 37 der Welt, hat also vor den Augen ihres Betreuerteams und ihres Vaters Ariff Mohamed erneut bestätigt, dass der Rasen ihr Lieblingsbelag ist. 2007 stand sie in Wimbledon als 16-Jährige bereits im Achtelfinale, im Vorjahr sogar im Viertelfinale. Damals scheiterte sie erst an Viktoria Asarenka.

Publikumsliebling

Die Ranglisten-Zweite aus Weißrussland könnte auch dieses Jahr im Viertelfinale warten. Zuvor muss Österreichs Parade-Spielerin aber am Montag noch die Nummer 23 der Welt, die Italienerin Roberta Vinci besiegen. Paszek ist zumindest schon eine sentimentale Favoritin geworden, die Briten haben die intelligente und sympathische Dornbirnerin ins Herz geschlossen, feuerten sie während ihrer drei Siege ununterbrochen an.

Vor dem Super Monday wartet erst einmal der traditionell spielfreie Sonntag. "Darauf freue ich mich besonders. Endlich einmal kurz entspannen", sagt Paszek. Nur kurz. Denn Aufwachen will sie aus dem Wimbledon-Traum nicht so schnell.

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