ÖTTV: Die Kluft wird größer, die Staatsanwaltschaft soll ermitteln

Es kommt zur Kampfabstimmung im Verband um den neuen Vorstand. Außerdem sollen Zahlungen an „ehrenamtliche Funktionäre“ vom Staatsanwalt untersucht werden.
Featurebild eines Tischtennisspielers

Jahrelang kämpfte ein Teil von Tischtennis-Österreich um die Ablöse von Präsident Wolfgang Gotschke. Erst war es der Vorwurf der psychischen Gewalt, dann wurde der Verband unführbar, nachdem die Geschichte um den Trainer, der Jugendlichen zu nah gekommen sein soll, die Nachrichten bestimmte.

Am 21. März trat Gotschke zurück. Und siehe da: Es wird weiter gestritten. Die Achse um Salzburgs Landes-Präsident Walter Windischbauer setzte nicht auf Kommunikation mit allen Teilen des Verbandes und nominierte eine eigene Liste für die Wahl des neuen Vorstandes am 13. Mai. Demnach soll der Kärntner Landespräsident Hubert Dobrounig neuer Präsident werden.

Dem Vernehmen nach soll eine Person mit internationalem Ansehen, die nicht in die Grabenkämpfe involviert war, für das Präsidentenamt bereit gewesen sein – doch nur bei einer gemeinsamen Liste.

Somit kommt es zur Kampfabstimmung, weil auch der steirische Landesverband einen Wahlvorschlag ins Rennen schickt. Diesem steht der langjährige Generalsekretär Rudolf Sporrer vor. In beiden Listen wäre Ex-Spieler Martin Storf als Sportdirektor vorgesehen. Wie der KURIER erfuhr, würde Sporrer nur so lange zur Verfügung stehen, bis ein wirklich gemeinsamer Vorstand gefunden wird.

Die Aufarbeitung der Vergangenheit wird aber weitere Gräben aufreißen. Am Mittwoch ging im Verband eine Mail mit brisanter Info an einen großen Empfängerkreis: Darin ist zu lesen, dass die Ehrenpräsidenten des ÖTTV eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft fordern. Es geht um „allfälliges strafrechtliches Verhalten von sogenannten ehrenamtlichen Funktionären“.

Fortsetzung folgt bestimmt.

Kommentare