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Popovich ist auch US-Olympia-Coach und ist verärgert

© EPA / ALEX PLAVEVSKI

Sport
06/02/2020

Pöltl-Coach nannte Trump einen "geistesgestörten Idioten“

Die NBA-Trainerlegende teilt gegen den US-Präsidenten wegen dessen Krisenmanagement aus.

Trainer-Legende Gregg Popovich, der Coach von Österreichs NBA-Export Jakob Pöltl bei den San Antonio Spurs, hat US-Präsident Donald Trump für sein Verhalten dieser Tage scharf kritisiert und beleidigt. „Er ist nicht nur spaltend. Er ist ein Zerstörer. In seiner Gegenwart zu sein, lässt dich sterben“, sagte Popovich in einem Interview mit dem Magazin „The Nation“ und nannte Trump einen „geistesgestörten Idioten“.

Er sei „entsetzt darüber, dass wir einen Anführer haben, der nicht sagen kann, dass schwarze Leben wichtig sind.“ Es sei eindeutig, was das Land brauche: „Einen Präsidenten, der sich zeigt und einfach sagt, 'black lives matter“.

"Kein Anführer"

Der 71-Jährige, der auch die US-Olympia-Mannschaft bei den Spielen in Tokio trainieren soll, betonte allerdings, es gehe nicht nur um Trump. „Das System muss sich ändern“, so Popovich. Er werde alles in seiner Macht Stehende tun, um zu helfen. „Weil das das ist, was Anführer machen. Aber er kann nichts dazu beitragen, uns auf einen guten Weg zu bringen, weil er kein Anführer ist.“

Die USA befinden sich seit Tagen in Aufruhr, nachdem ein Afroamerikaner nach einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen war. Tausende Menschen gehen in vielen Städten auf die Straße, aus den zuerst friedlichen Protesten werden zunehmend auch gewalttätige Auseinandersetzungen und Plünderungen.

George Floyd war vergangene Woche von einem Polizisten in Minneapolis minutenlang mit dem Knie im Nacken zu Boden gedrückt worden. Er sagte mehrmals „Ich kann nicht atmen“ und wurde bei der Ankunft im Krankenhaus für tot erklärt. Die Szene war von Passanten gefilmt worden.

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