© REUTERS/Albert Gea

Sport Motorsport
05/29/2020

Das zweiterfolgreichste Team der Formel 1 steht zum Verkauf

Schwere Zeiten für Williams: Sportlich fährt der Traditionsrennstall hinterher, in der Bilanz steht ein Millionenminus.

16 Weltmeistertitel (bei Fahrern und Konstrukteuren) sowie 114 Grand-Prix-Siege kann der Formel-1-Rennstall Williams vorweisen. Der bisher letzte Rennsieg ist dabei gar nicht so lange her (2012). Nur wenige Teams in der 70-jährigen Geschichte der Rennserie können von einer ähnlich glorreichen Vergangenheit erzählen. Doch alte Erfolge zählen in der schnellen Welt der Formel 1 wenig, erst recht in Zeiten einer globalen Krise.

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Ob das englische Team von Gründer und Patriarch Frank Williams eine Zukunft in der Königsklasse hat, ist mittlerweile höchst fraglich. Am Freitag hat das in Frankfurt börsennotierte Unternehmen bekanntgegeben, dass es zum Verkauf angeboten wird. Gleichzeitig wurde offiziell bestätigt, dass der Vertrag mit dem Hauptsponsor gekündigt wurde. Begründung dafür gibt es keine. Vermutet wird, dass Zahlungen nicht ausständig sind.

14,4 Millionen Euro Verlust

Geld hat Williams bitter nötig. Da es sportlich seit einigen Jahren so gar nicht läuft und der Rennstall stets am Ende des Feldes anzutreffen ist, fehlen der Rennsportabteilung wichtige Millionen an Prämien, die die Formel 1 anhand der Erfolge auszahlt. Der Umsatz ist im Jahr 2019 um satte 18 Millionen Euro eingebrochen, statt eines Gewinns von 14,4 Millionen im Geschäftsjahr 2018 musste Williams nun einen Verlust in ähnlicher Höhe anmelden.

WM-Titel als Konstrukteur

Ferrari 16
Williams 9
McLaren 8
Lotus 7
Mercedes 6
Red Bull 4

 

Die Verantwortlichen gaben bekannt, derzeit noch liquide zu sein, erste Gespräche mit möglichen Investoren habe es bereits gegeben. Ein Übernahmeangebot fehlt allerdings noch. Ein Verkauf würde das Ende einer Ära des seit 1977 in Familienbesitz stehenden Rennstalls bedeuten.

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