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Sport Motorsport
05/05/2019

Nach Aufholjagd: Deutscher Rast DTM-Sieger in Hockenheim

Der Sieger von 2017 war als 16. gestartet. Der Salzburger Eng fuhr aus der Pole Position zu Rang vier.

Es war angerichtet für den ersten Rennsieg in der DTM für Philipp Eng. Der Salzburger holte sich in Hockenheim die Poleposition und damit auch drei Punkte für die Meisterschaftswertung.

Und auch beim Start machte der 29-Jährige alles richtig. Seit dieser Saison müssen die Piloten dabei ohne elektronische Hilfsmittel zurecht kommen. Eng gelang dies am besten und er legte gleich einen Respektabstand zwischen sich und seine ersten Verfolger. Doch nach einem Drittel der 37 Runden übernahm der von Platz 16 aus gestartete René Rast  erstmals die Führung. 

"Durchgepflügt"

Der Deutsche fuhr  ein furioses Rennen,  und sein Team traf auch taktisch die richtigen Entscheidungen. Während einer Safety-Car-Phase kam er  zu (einem zusätzlichen) Reifenwechsel an die Box und überholte danach Fahrer um Fahrer. „Es geht in dieser Saison alles über die Reifen. Ich war ja in drei Runden durch das ganze Feld durchgepflügt“, sagte der 32-Jährige nach dem elften DTM-Sieg seiner Karriere. „Rennen wie diese machen richtig viel Spaß. Der Renngott war auf unserer Seite.“

Rast gewann vor seinen Audi-Teamkollegen Nico Müller (Schweiz) und Robin Frijns (Niederlande) und übernahm auch die Führung in der Meisterschaft von Paul di Resta. Der 33-jährige Brite hatte ebenfalls auf die Safety-Car-Phase gesetzt und seine Reifen frühzeitig gewechselt. Mit dem Sprung an die Spitze in der 23. Runde führte durch di Resta erstmals in der DTM ein Aston Martin das Feld an. Doch auch di Resta musste noch einmal in die Box, so dass der Weg für Rast frei war.

Beim BMW von Philipp Eng ließen die Reifen plötzlich stark nach. Am Ende wurde er Vierter und damit bester  Nicht-Audi-Fahrer.

Für den zweiten Österreicher endete das Wochenende versöhnlich. Am Samstag war Ferdinand Habsburg noch mit einem technischen Defekt ausgeschieden, in seinem zweiten DTM-Rennen fuhr er mit seinem Aston Martin auf Rang 13.