© Aston Martin F1

Gespräch
03/03/2021

Neustart von Sebastian Vettel: "Die fetten Jahre sind vorbei"

Nach dem Aus bei Ferrari gibt sich der Formel-1-Star motiviert. Aston Martin erinnert den 33-Jährigen an die Red-Bull-Zeit.

von Philipp Albrechtsberger

Nach der schlechtesten vollen Formel-1-Saison seiner Karriere (WM-Rang 13) wagt Sebastian Vettel einen Neustart. Kultmarke statt Rennfahrerpension heißt es für den 33-jährigen Deutschen. Das britische Werksteam von Aston Martin, hervorgegangen aus dem Rennstall Racing Point, gibt nach 61 Jahren sein Comeback in der Königsklasse. Mittwochnachmittag wurde der neue Dienstwagen des vierfachen Weltmeisters offiziell präsentiert, davor sprach Vettel in einer kleinen Medienrunde über...

...das Aus bei Ferrari nach sechs Jahren:

"Ich hab' genug über die letzten Jahren gesprochen, über das Angenehme, aber auch über das Schwierige."

"Ich konzentriere mich ganz auf die Gegenwart und mein neues Team, was schwierig genug ist. Ich Moment ist es nicht die einfachste Zeit, neue Leute kennen zu lernen. Ein großer Teil der Mitarbeiter sitzt im Homeoffice. Es gibt von Team zu Team große Unterschiede, das habe ich wieder einmal gemerkt. Und ich werde mich auch ein wenig anpassen müssen."

...die Unterschiede zu seinen früheren Teams Ferrari und Red Bull:

"Die Anfangszeit bei Red Bull war auch geprägt von Aufbruch. Das Team von 2009 kann man nicht mit dem heutigen vergleichen. Ein bisschen fühlt es sich nun auch hier so an. Und so klein ist das Projekt gar nicht. Da wir den Motor nicht selbst bauen, sondern geliefert bekommen, fällt schon einmal die Hälfte des Projektes Formel-1-Auto weg. Die Größe täuscht daher ein wenig, wenn man es etwa mit Ferrari vergleicht. Ob die Büros topmodern eingerichtet sind, ist letztlich nicht wichtig. Wichtig ist die Qualität, die auf der Rennstrecke rausspringt, und da war das Team zuletzt sehr effizient. Die fetten Jahre sind ja ohnehin ein bisschen vorbei in der Formel 1. Die Budgetobergrenze wird das Feld neu ordnen. Aber das kann einem Team wie unserem nur entgegenkommen. Verglichen mit den großen Teams, die Stellen abbauen müssen, können wir noch ein bisschen wachsen."

...das aktuelle Kräfteverhältnis in der Formel 1:

Die Favoritenrolle ist verteilt, Mercedes als Nummer eins und Red Bull als erster Herausforderer. Aber schon dann wollen wir kommen. Und wir sind gewillt, aufzuschließen."

...persönliche Ziele:

"Das ist immer schwierig, vor allem weil ich das Auto noch nicht kenne. Letztes Jahr war das Team auf Rang vier, doch der dritte Platz schien möglich. Ich denke, Rang drei in der Teamwertung ist das kurzfristige Ziel. Das größere Ziel ist, dass ich mich gut einlebe und dass wir gemeinsam nach Großem streben. Aber es ist natürlich auch ein Übergangsjahr, weil 2022 große Regeländerungen anstehen. Daher wird sich die Frage stellen, wie man die Ressourcen aufteilt."

...die Tatsache erstmals einen Mercedes-Motor im Heck zu haben:

"Ich bin gespannt, wie der Motor aus dem Cockpit heraus arbeitet, atmet und wirkt. Was die Leistung angeht, hat man ja nicht so viel Schlechtes gehört." (lacht)

 

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