© APA/AFP/POOL/BRYN LENNON

Sport Motorsport
09/27/2020

Hamilton schimpft nach verpasstem Rekord: "Einfach nur lächerlich"

Mit einem Fehler vor dem Rennen vergab der Brite die Chance auf seinen Rekordsieg, sein Teamkollege Bottas gewann souverän.

von Florian Plavec

Der Finne Valtteri Bottas gewann vor 20.000 Zuschauern zum zweiten Mal nach 2017 den Grand Prix von Russland in Sotschi. Für den Finnen war es am Sonntag der neunte Sieg in seiner Karriere. "Das ist wirklich ein sehr schöner Moment für mich", rief er in der Auslaufrunde in den Bordfunk. Auf Rang zwei kam Red-Bull-Fahrer Max Verstappen, der von einem "guten Job" sprach.

Nichts wurde es mit dem 91. Sieg für Lewis Hamilton, mit dem er den Rekord von Michael Schumacher egalisiert hätte. Dabei machte der Brite im Rennen alles richtig. Am Start konnte er mit einem harten aber fairen Manöver gegen Bottas ebenso seine Führung behaupten, wie nach einer frühen Safety-Car-Phase. Nach seinem Boxenstopp pflügte er als schnellster Mann durch das Feld. Am Ende reichte es zwar mit Rang drei für einen Podestplatz. Doch das entspricht nicht den Ansprüchen des sechsfachen Weltmeisters.

Hamilton machte seinen Fehler in der Runde zur Startaufstellung. Da absolvierte er zwei Probestarts, wo er es nicht hätte tun dürfen. Die Folge war eine Strafe von insgesamt zehn Sekunden, die sein Rennen ruinierte. „Das ist einfach nur lächerlich“, schimpfte der 35-Jährige noch während des Rennens am Funk. Und nach dem Rennen sagte er: „Ich habe niemanden gefährdet. Ich habe das im Lauf der Jahre auf einer Million Strecken gemacht und nie war etwas.“

Die Rennkommissare bestraften Hamilton zuerst auch noch mit zwei Strafpunkten. Weil Mercedes nachweisen konnte, dass Hamilton vom Team angewiesen worden sei, die Probestarts an der falschen Stelle zu absolvieren, strichen die Kommissare die Punkte wieder. Stattdessen muss Mercedes eine Strafe von 25.000 Euro zahlen. „Die Regeln für die Übungsstarts lassen ein bisschen Raum für Interpretationen“, sagte Teamchef Toto Wolff.

Zwei andere Fahrer erreichten ganz spezielle Marken. Gefreut hat sich aber keiner der beiden: Sebastian Vettel absolvierte seinen 250. Grand Prix. Doch der Deutsche enttäuschte abermals. Gegen Rennende wurde er überrundet und kam auf Platz 13. Altmeister Kimi Räikkönen fuhr auf Platz 14 und in die Geschichtsbücher der Formel 1. Der Finne startete zum 322. Mal in ein Rennen und ist nun gleichauf mit Rubens Barrichello Rekordhalter.

Weiter geht es in zwei Wochen in Deutschland. Am 11. Oktober findet auf dem Nürburgring der "Grand Prix in der Eifel" statt.

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