Usain Bolt of Jamaica runs in the men's 200 metres final during the IAAF World Athletics Championships at the Luzhniki stadium in Moscow August 17, 2013. REUTERS/Fabrizio Bensch (RUSSIA - Tags: SPORT ATHLETICS)

© Reuters/FABRIZIO BENSCH

Leichtathletik-WM
08/17/2013

Bolt holt sich Sprint-Double in Moskau

Der Jamaikaner gewinnt nach 100 m auch Gold über die 200-Meter-Strecke.

Nach Gold über 100 m hat Usain Bolt am Samstag bei der Leichtathletik-WM in Moskau auch den Titel über 200 m gewonnen. Der jamaikanische Weltrekordler setzte sich im Luschniki-Stadion in der Jahresweltbestleistung von 19,66 Sek. vor Landsmann Warren Weir (19,79) und Curtis Mitchell (USA/20,04) durch und fixierte den dritten Erfolg in Serie über die halbe Stadionrunde. Im Jubel über Staffel-Gold durch die russischen 4x400-m-Läuferinnen scheiterte US-Hochspringerin Brigetta Barrett bei ihrem letzten Versuch, womit der Titel für Lokalmatadorin Swetlana Schkolina feststand.

Bolt hat zum WM-Ausklang am Sonntag die Chance, mit dem Sieg mit der 4 x 100-m-Staffel und dann acht Goldmedaillen der erfolgreichste Leichtathlet in der Geschichte von Welttitelkämpfen zu werden. Er würde an den US-Amerikanern Carl Lewis und Michael Johnson vorbeiziehen. Zudem könnte er sein viertes Triple nach 2009 (WM) sowie 2008 und 2012 (jeweils Olympia) realisieren.

Der Nägel-Skandal

Nicht nur ob der Hoffnung der Russen auf Gold durch Titelverteidigerin und Olympiasiegerin Anna Tschitscherowa oder Schkolina, sondern auch aus anderen Gründen war der Frauen-Hochsprung Premium-Event an diesem Abend. Die Medien richteten das Augenmerk auf die Schwedin Emma Green Tregaro, die im Vorkampf mit regenbogenfarben bemalten Fingernägeln ihre Meinung zum Anti-Homosexuellen-Gesetz in Russland kundgetan hatte. Und damit, wie am Ende auch der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) befand, gegen die Regeln verstoßen habe.

Im Finale verzichtete Green Tregaro auf das Symbol der Schwulen-und Lesben-Bewegung, ihr Verband hatte der Athletin ihre Entscheidung freigestellt. Green Tregaro lackierte auf die Farbe Rot um, ihre Nägel waren begehrtes Objekt der Kameras. Vonseiten den Publikums gab es keine negativen Reaktionen, wohl auch weil in den russischen Medien fast nichts über diese Thematik zu lesen gewesen war. Die Kontroverse war verschärft worden, als Stabhochspringerin Jelena Isinbajewa von respektlosem Verhalten Green Tragaros gesprochen und auf Einhaltung der russischen Gesetze gepocht hatte.

Schokolina gewann Gold mit persönlicher Bestleistung von 2,03 m, Green Tregaro wurde Fünfte (1,97). Den Hürdensprint der Frauen holte sich Brianna Rollins aus den USA in 12,44 Sek. vor der lange verletzt gewesenen Titelverteidigerin und Olympiasiegerin Sally Pearson aus Australien (12,50).

Marathon-Gold für Kiprotich

Nach dem Marathon-Sieg bei den Olympischen Spielen 2012 in London hat sich Stephen Kiprotich aus Uganda auch WM-Gold geholt. Der 24-Jährige ließ auf dem Rundkurs am Moskwa-Fluss in 2:09:51 Stunden die beiden Äthiopier Lelisa Desisa (2:10:12) und Tadese Tola (2:10:23) hinter sich.

Über 5.000 krönte sich die Äthiopierin Meseret Defar zum zweiten Mal zur Weltmeisterin nach 2007, die zweifache Olympiasiegerin kam in 14:50,19 Min. vor der Kenianerin Mercy Cherono (14:51,22) und ihrer Landsfrau Almaz Ayana (14:51,33) ins Ziel.

In der Jahresweltbestzeit von 3:20,19 Min. gewann die russische 4 x 400-Staffel Gold vor den USA (3:20,41) und Großbritannien (3:22,61).

In der einzigen Feldentscheidung des Abends warf der tschechische Europameister Vitezslav Vesely den Speer am weitesten.

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