Bereit für den Tanz in Chisinau: Schaub, Kainz und Grillitsch 

© APA/GEORG HOCHMUTH

Sport Fußball
09/01/2021

Wie Österreich in Chisinau den Pflichtsieg einfahren will

Nach eineinhalb Trainingseinheiten muss Österreich gegen die Republik Moldau drei Punkte holen – trotz personeller Ausfälle.

von Andreas Heidenreich

Die Marschroute ist klar: Österreichs Fußballteam darf am Mittwoch gegen die Republik Moldau auf dem angestrebten Weg zur WM 2022 keinen weiteren Bauchfleck erleiden nach einem 2:2 in Schottland und dem 0:4 gegen Dänemark im März.

Was braucht es, um die eingeplanten drei Punkte einzufahren? Reicht die individuelle Qualität der österreichischen Spieler trotz der Ausfälle von Kalajdzic, Xaver Schlager, Baumgartlinger und Sabitzer? Sollte man meinen. Erstmals in der Geschichte kann ein österreichischer Teamchef zugleich auf einen Spieler von Real Madrid und einen aus den Reihen des FC Barcelona setzen.

Allerdings: Nie zuvor dürfte ein ÖFB-Coach auch so wenig Zeit gehabt haben, um seine Mannschaft auf den Gegner einzustellen. Was also kann Franco Foda beisteuern, um die überschaubare Gefahr im Keim zu ersticken?

Vorbereitung

Nach dem Training am Montag in Wien mit einem Rumpf-Team (weil einige Spieler noch von ihren Einsätzen am Wochenende regenerieren mussten) ging es am Dienstag mit 45 Minuten Verspätung nach Moldau. In Chisinau gab es am Dienstag nur ein Abschlusstraining. In den eineinhalb Einheiten ging es darum, die Spieler an bewährte Abläufe im Spiel mit, als auch ohne Ball zu erinnern.

Auf das Spiel der Moldawier vorbereiten konnte Foda sein Team nur per Videoanalyse. Da braucht es klare Ideen: Welche Räume bietet der Gegner an? Wie will man den Ball ins letzte Drittel bringen, wie hinter die Abwehrkette gelangen?

Die graue Theorie als Problem? Mitnichten. Spieler auf hohem Niveau sind es gewohnt, im Drei-Tages-Rhythmus nur mittels Video auf Gegner eingestellt zu werden und vorgegebenen Plan dann in der Praxis umzusetzen.

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Der Gegner

Foda wird Alaba und Co. einen Gegner gezeigt haben, der unter dem italienischen Coach Roberto Bordin flexibel auftritt. Moldau wechselte zwischen einem 4-1-4-1 und einem 3-4-1-2, das in der Defensive zu einem 5-3-2 oder 5-4-1 mutierte.

So oder so ist zu erwarten, dass die Gastgeber tief vor dem eigenen Strafraum verteidigen und den Österreichern den Ball überlassen. Es braucht also einen Plan im Ballbesitz- und Positionsspiel, viel Bewegung im sogenannten Zwischenlinienraum und Sprints in die Tiefe, um die Abwehr auseinanderzuziehen. Allerdings: In exakt dieser Disziplin, dem Ausspielen eines destruktiven Widersachers, hat das ÖFB-Team zuletzt Probleme gehabt.

Demir in der Startformation?

Umso wichtiger könnte es sein, die richtigen Typen für enge Räume zu finden. Christoph Baumgartner und Marko Arnautovic sind gesetzt. Zwei Positionen in der Offensive sind offen. Vier Spieler kommen infrage: Louis Schaub, gegen Italien erfrischender Joker, Florian Kainz, Alessandro Schöpf und ... Yusuf Demir. Und man muss regelrecht suchen nach Gründen, um den Youngster auf der Bank zu lassen. Foda sagt zum 18-Jährigen: „Wir haben ihn in der Vorbereitung beobachtet, auch vor Ort. Den Eindruck, den wir da von ihm gewonnen haben, hat er hier bestätigt.“

Festgelegt hat sich der Teamchef bei einer anderen Personalie: „Sofern Florian Grillitsch sich nicht kurzfristig verletzt, wird er spielen.“ Der Hoffenheimer hat seit dem EM-Achtelfinale keine Minute gespielt, ist aber fit.

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