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Duell gegen Ivorer: Was selbst für DFB-Star Neuer ein Novum wäre

Deutschland kann mit einem Sieg gegen die Elfenbeinküste vorzeitig das Ticket für die K.-o.-Phase lösen.
DFB-Keeper Manuel Neuer

Reiht man alle Spielminuten seiner bisher 125 Länderspiele aneinander, kann man sagen: Manuel Neuer ist bereits fast acht Tage lang im deutschen Tor gestanden. Vom WM-Titel bis zum Vorrunden-Aus – der 40-Jährige hat mit der Nationalmannschaft schon alles erlebt. Alles? Nicht ganz. Gelingt am Samstag im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste (22 Uhr/live auf ORF 1) ein Sieg, dann würde auch der Routinier Neuland betreten.

Gelingt nach dem 7:1-Kantersieg gegen Curaçao nämlich der nächste Erfolg, hätte die DFB-Elf das Ticket für das Sechzehntelfinale bereits fix. Damit wäre die Angst vorm Hattrick des frühen Scheiterns nach 2018 und 2022, als jeweils in der Vorrunde das Aus kam, endgültig vom Tisch.

Yan Diomande

Yan Diomande

Man könnte bereits für die K.-o.-Phase planen – das gab es weder bei Neuers WM-Debüt 2010 noch 2014 in Brasilien, wo sich das DFB-Team am Ende den WM-Titel gesichert hat. Routinier Neuer kostet das nur ein müdes Lächeln: „Wir wollen einfach nur aufs nächste Spiel schauen und auf das Beste hoffen.“ Ein mögliches Achtelfinal-Duell mit Frankreich habe er noch nicht im Kopf.

Respekt vor den D-Zügen

Für Bundestrainer Julian Nagelsmann und die Deutschen geht mit der Partie gegen die Ivorer die WM so richtig los. Die Pflichtaufgabe gegen WM-Neuling Curaçao zum Auftakt wurde bravourös gemeistert. Jetzt zählt es.

Respekt hat man vor allem vor den schnellen Stürmern der Afrikaner. Yan Diomande kennt man aus Leipzig. RB soll erst kürzlich ein 100-Millionen-Euro-Angebot von Liverpool für den 19-Jährigen abgelehnt haben. Vor ihm und vor Bazoumana Toure von Hoffenheim warnt auch DFB-Verteidiger Antonio Rüdiger: „Das sind schon D-Züge.“

Um diese zu stoppen, appellierte Neuer eindringlich, die Restverteidigung nicht zu vernachlässigen. „Wichtig wird sein, in den Umschaltmomenten gerade auf den zweiten Ball diese Duelle zu gewinnen.“ Rüdiger fürchtet eine ähnliche Schwachstelle im deutschen Spiel. „Ich gehe davon aus, dass wir sehr viel im Ballbesitz sein werden. Und genau da ist es wichtig, sich gut zu positionieren“, sagte Real-Profi Rüdiger.

Sogar gegen Curaçao gab es diese Viertelstunde, in der die DFB-Elf überrumpelt wurde. „Wir werden Fehler machen, das ist ganz normal. Aber wenn wir gut positioniert sind, dann können wir auch weiter oben Ballgewinne haben und direkt angreifen.“

Keine Hitzeschlacht

Schon jetzt fix: Die Hitze wird keine mögliche Ausrede für die Deutschen sein. Im Gegensatz zu anderen WM-Orten sind für Toronto angenehme Temperaturen von knapp über 20 Grad angekündigt. Was nicht heißt, dass die Partie nicht heiß wird.

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