Manuel Pellegrini (li.) will Marko Arnautovic nicht länger in seinem Team haben. 

© Action Images via Reuters / John Sibley

Sport Fußball
07/05/2019

West Ham hat die Nase voll von Marko Arnautovic

Laut "The Guardian" hat Trainer Manuel Pellegrini wütend auf die Abwanderungsgerüchte des Wieners reagiert und will ihn ziehen lassen.

Die Wechsel-Posse um Marko Arnautovic könnte bald zu Ende sein. Wie The Guardian auf seiner Homepage berichtet, sei sein Klub West Ham United bereit, den wechselwilligen ÖFB-Star nach China zu verkaufen. 

"Aufgeriebenes West Ham will den störenden Marko Arnautovic für 25 Millionen Euro nach China verkaufen" - so lautet der Titel des am Freitagmorgen veröffentlichten Artikels, in dem von der Entscheidung des Premier-League-Klubs berichtet wird. Trainer Manuel Pellegrini soll demnach der Vereinsspitze mitgeteilt haben, sie soll den Wiener zu Shanghai SIPG in die chinesische Super League ziehen lassen.

Pellegrini sei wütend auf den 30-Jährigen, dessen Bruder und Manager Danijel unter der Woche erneut West Ham und dessen Umgang mit Marko kritisiert hatte. Dem Bericht zufolge glauben mittlerweile auch Arnautovics Mitspieler selbst, dass es besser wäre, er würde so schnell wie möglich verkauft werden. Man sei sich im Klub überhaupt einig, dass sein Verbleib der Moral in der Mannschaft schaden würde. 

So reagieren die Fans auf Arnautovics Wechselwunsch:

Preis gesenkt

Zuletzt habe West Ham das letzte Angebot des chinesischen Interessenten Shanghai SIPG über umgerechnet knapp 22 Millionen Euro als "unverschämt" zurückgewiesen. Die Londoner seien demnach bereit, Arnautovic selbst für einen "schrecklichen Deal" - wie ein Informant aus dem Klubumfeld zitiert wurde - ziehen zu lassen.

25 Millionen Euro hätte sich der Klub vorgestellt. Im Jänner waren noch 40 Millionen Pfund (44,6 Mio. Euro) gefordert worden.

Arnautovic weilt nach seinen Einsätzen im Nationalteam derzeit noch im Urlaub, während seine Teamkollegen in Bad Ragaz in der Schweiz die Saisonvorbereitung bestreiten. Ob der Stürmer tatsächlich, wie eigentlich geplant, am Sonntag dazustößt, ist derzeit unwahrscheinlicher denn je.

Unruheherd

Vor zwei Jahren war Arnautovic von Stoke City nach London gewechselt. West Ham bezahlte rund 28 Millionen Euro Ablöse, damit war der Wiener die damals teuerste Neuverpflichtung des Premier-League-Klubs. Dementsprechend hoch waren auch die Erwartungen.

Aber Arnautovic hatte große Anlaufschwierigkeiten und wurde schnell als Fehlkauf abgestempelt. Doch das änderte sich, als  der ehemalige Bremen-Star zu treffen begann. Mit elf Toren war er maßgeblich daran beteiligt, dass West Ham den Klassenerhalt schaffte. Von den Fans  wurde er sogar zum "Hammer of the Year" gewählt. In der vergangenen Saison lief es eigentlich, Arnautovic erzielte regelmäßig Tore. Alles schien gut, bis sein Bruder und Manager öffentlich kundtat, dass er nach China wechseln will, um dort um Titel zu spielen.

Der Sturm der Entrüstung war groß. In den sozialen Netzwerken wurde Dampf abgelassen. Viele Postings gingen weit unter die Gürtellinie. Die West-Ham-Fans fühlen sich verraten und reagierten extrem emotional.

Beruhigung

Der Klub stellte auf stur, es gab keine Freigabe. Mit einem neuen Vertrag, der ihm 120.000 Pfund (rund 133.000 Euro) Gehalt pro Woche garantieren soll, wurde Ende Jänner das Theater schlussendlich beendet.

Aber nur bis Dienstag: Da wurde medial öffentlich gemacht, dass Arnautovic  West Ham um die Freigabe gebeten haben soll. Die Reaktion der Fans war ähnlich jener im Jänner. Dieses Mal forderten aber viele, "Unruhestifter" Arnautovic zu verkaufen, und das, obwohl er der beste Stürmer des Klubs ist.