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Sport Fußball

Vorwurf des Betrugs: Prozess gegen Platini und Blatter beginnt

Platini-Verteidigung sieht Verfahren "politisch motiviert". Am Mittwoch startet in der Schweiz der Prozess.

06/07/2022, 08:29 AM

Die Verteidigung von Michel Platini sieht in dem Gerichtsprozess gegen den frĂŒheren UEFA-PrĂ€sidenten das "Ergebnis eines Komplotts". Der 66-JĂ€hrige muss sich wie auch der ehemalige FIFA-PrĂ€sident Joseph Blatter (86) von Mittwoch an wegen des Vorwurfs des Betrugs und anderer Delikte vor dem Schweizer Bundesstrafgericht in Bellinzona verantworten.

Man könne "detailliert darlegen, dass das Verfahren gegen Herrn Platini politisch motiviert war, mit dem Ziel, ihn daran zu hindern, FIFA-PrĂ€sident zu werden", sagte Platinis Rechtsanwalt Dominic Nellen der Deutschen Presse-Agentur. "Wir sind zuversichtlich, dass das Verfahren zu einem positiven Ergebnis fĂŒhren wird, das die völlige Aufrichtigkeit von Herrn Michel Platini in dieser Sache belegen wird. Ziel dieser Geschichte war es, ihn als FIFA-PrĂ€sident zu eliminieren."

Den beiden frĂŒheren Fußball-SpitzenfunktionĂ€ren wird vorgeworfen, dass sie den Weltverband ĂŒber eine angeblich noch ausstehende Forderung Platinis fĂŒr eine BeratertĂ€tigkeit fĂŒr die FIFA und Blatter von Juli 1998 bis Mitte 2002 getĂ€uscht haben sollen. Im Jahr 2010 sei eine laut Bundesanwaltschaft "fiktive Rechnung" ĂŒber zwei Millionen Schweizer Franken (1,94 Mio. Euro) von Platini eingereicht und von Blatter bestĂ€tigt worden. Die Summe ging 2011 von der FIFA auf ein Konto Platinis, der Weltverband zahlte auch 229.126 Franken SozialversicherungsbeitrĂ€ge.

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Die FIFA-Ethikkommission hatte Blatter und Platini 2015 fĂŒr jeweils acht Jahre gesperrt. Auch wenn diese Sanktionen spĂ€ter reduziert wurden, bedeutete der Bann das Ende der Ambitionen Platinis auf die Nachfolge von Blatter als Weltverbands-Chef.

Blatter hatte die VorwĂŒrfe ebenfalls stets zurĂŒckgewiesen und erklĂ€rt, er blicke der Verhandlung "mit Optimismus" entgegen: "Ich hoffe, dass damit diese Geschichte ein Ende findet und alle Fakten sauber aufgearbeitet werden", ließ er zuletzt mitteilen.

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