Doch länger Trainer? Steffen Hofmann (re.): "Es macht mir unheimlich Spaß". 

© FOTObyHOFER/Agentur Diener/Christian Hofer

Sport Fußball
12/11/2020

Vorletzter gegen Letzter: Austria gegen Rapid im Wiener Derby

2. Liga: Die Young Violets bitten Rapid II zum Kampf gegen die rote Laterne. Steffen Hofmann denkt über seine Zukunft nach.

von Alexander Huber, Alexander Strecha

Heute kommt es zu einer Premiere: Um 20.25 Uhr (ORF Sport+ live) findet erstmals ein Derby zwischen der Austria und Rapid in der 2. Liga statt. Rapid II hat mit einer Ostliga-Mannschaft das Angebot angenommen, den freien Platz einzunehmen, die Young Violets sind in der zweiten Profiliga schon alte Bekannte. Gegen den Abstieg kämpfen beide - es geht darum, wer mit der roten Laterne überwintert.

Austria-Coach Harald Suchard sieht in dem Prestigeduell gleich eine doppelte Brisanz. "Einerseits weil es dieses Spiel zwischen diesen beiden Teams sehr lange nicht mehr gab, andererseits aufgrund der Tabellensituation. Es ist ein klassisches Kellerduell, das ist Fakt und das können wir auch nicht schönreden." Trotzdem rechnet Suchard mit einem sehenswerten Derby: "Es treffen aus meiner Sicht zwei Teams mit ähnlicher Spielanlage aufeinander, wo der Fußball und die Ausbildung im Vordergrund stehen", so der 44-Jährige.

Sein Gegenüber, Steffen Hofmann, ist von den sportlichen Problemen weder überrascht, noch enttäuscht: "Das Wichtigste ist, dass wir spielen können und unsere großen Talente für den Profikader entwickeln. Wenn Rapid II in der Ostliga geblieben wäre, hätten die Jungs mit den Lockdowns fast ein Jahr ihrer Entwicklung verloren."

Nach dem Rücktritt von Ex-Trainer Radovic sprang Hofmann gemeinsam mit Franz Maresch ein und sagte anfangs zum KURIER: "Ich kann mir nicht vorstellen, dauerhaft Trainer zu sein." Mittlerweile klingt das beim 40-Jährigen anders: "Es macht unheimlich Spaß, wir lernen alle miteinander sehr viel. Wir werden im Winter besprechen, was das Beste für den Verein ist."

Weil einige Stützen fix zu den Profis übersiedelten und andere verletzt sind, kamen zuletzt fünf 16-Jährige zum Einsatz: "Für den einen oder anderen kommt das natürlich zu früh. Aber diese Erfahrungen werden ihnen noch extrem weiterhelfen."

Der Klassenerhalt sei keine Pflicht, aber erwünscht: "Es geht uns nur ums Spieler-Ausbilden und das geht in der 2. Liga sehr gut. Ich sehe so viel Qualität bei den Jungen. Wenn sie weiter so schnell lernen und wir weniger Personalsorgen haben, werden wir im Frühjahr viel öfter punkten." Oder schon im Derby: "Das ist das Spiel des Jahres, ganz klar."

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