Diatta sah Rot

© REUTERS/UMIT BEKTAS

Sport Fußball
11/26/2019

Übertriebener Jubel: Zwei Spieler fliegen vom Platz

Brügge schaffte in der Nachspielzeit bei Galatasaray den Ausgleich. Der Torschütze und ein weiterer Belgier sahen Gelb-Rot.

von Andreas Heidenreich

Es war ein wichtiges Tor, das auch gebührend gefeiert gehört. Der Treffer zum 1:1-Endstand vom FC Brügge in der Champions League bei Galatasaray Istanbul sorgte am Dienstagabend dafür, dass die Belgier in der Tabelle der Gruppe A auf Platz drei blieben, durch den sie im Frühjahr in der Europa League weiterspielen würden. Die Türken sind als Schlusslicht am letzten Spieltag im Dezember zu Gast bei Paris Saint-Germain.

Klar also, dass der Treffer von Krepin Diatta in der 92. Minute ordentlich bejubelt werden musste. Allein, die Spieler von Brügge übertrieben es. Der erst 20-Jährige Diatta vergaß, dass er bereits zuvor Gelb gesehen hatte, zog sich beim Torjubel das Trikot aus und flog mit Gelb-Rot vom Platz.

Damit hatte der gnadenlose Schiedsrichter Ivan Kruzliak allerdings nicht genug. Der Slowake schickte mit Clinton Mata auch einen zweiten Belgier unter die Dusche. Der 27-Jährige, ebenfalls bereits verwarnt gewesen, trat beim Jubel die Eckfahne mit einer Heftigkeit um, sodass diese in zwei Teile brach und ersetzt werden musste. Auch er sah Gelb-Rot. Nachdem eine neue Fahne da war, ging das Spiel weiter und dauerte schließlich 98 Minuten.

Der Ausgleich der Belgier war auch aus österreichischer Sicht wichtig. Denn durch die gesunkenen Chancen von Galatasaray, im Europacup zu überwintern, wachsen gleichermaßen auch jene von Österreich, die Türkei in der UEFA-Fünfjahreswertung zu überholen. Österreich liegt aktuell hinter den Türken auf Platz zwölf. Holt Rot-Weiß-Rot in dieser Saison noch Platz elf, würde Österreichs Meister in der Saison 2022/'23 wohl wieder fix in der Champions League spielen.

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