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Sport Fußball
03/25/2021

Trotz Kalajdzic-Doppelpack: ÖFB-Team vergibt Sieg in Schottland

Der Auftakt in die WM-Qualifikation brachte nicht den erhofften Sieg für Österreich. Da halfen auch zwei Kalajdzic-Treffer nichts.

von Alexander Strecha, Andreas Heidenreich

Das erste von mindestens 15 Länderspielen im Jahr 2021 brachte zum Auftakt der WM-Qualifikation in Glasgow ein 2:2 zwischen Schottland und Österreich. Die Foda-Mannschaft ging dabei zwei Mal durch Kalajdzic in Führung, brachte die drei Punkte aber nicht ins Ziel. So wurde es ein enttäuschender Start in die Quali, bei dem mehr möglich gewesen wäre.

SCHOTTLAND - ÖSTERREICH 2:2 (0:0)
Tore:
0:1 (55.) Kalajdzic, 1:1 (71.) Hanley, 1:2 (81.) Kalajdzic, 2:2 (85.) McGinn.
Gelbe Karten: Hanley, Christie, Dykes, O'Donnell bzw. Kalajdzic, Grillitsch, Ilsanker.
Schottland: Marshall - Hendry, Hanley, Tierney - O'Donnell, McTominay, McGinn, Armstrong (66. Adams), Robertson - Dykes (78. McGregor), Christie (88. McLean).
Österreich: A. Schlager - Ilsanker, Dragovic, Lienhart - Lainer, Baumgartner, Grillitsch, X. Schlager, Alaba - Kalajdzic, Grbic (68. Schaub).

Teamchef Foda wusste mit seiner Startelf und einer 3-1-4-2-Formation durchaus zu überraschen. Dragovic spielte den Chef der Dreierabwehr, Grillitsch im zentralen Mittelfeld. Grbic ersetzte Sabitzer, der sich beim Vormittagstraining noch verletzt hatte, und bildete mit Kalajdzic eine Doppelspitze.

Dies verhieß durchaus Hoffnung auf eine offensive Ausrichtung und hätte beinahe nach 60 Spielsekunden schon zum Erfolg geführt. Nach einem Energieanfall von Baumgartner kam Kalajdzic zum Abschluss, sein Schuss verfehlte das Tor um Zentimeter.

Wenig Schwung

Der frühe Schwung verließ mit Fortdauer das österreichische Spiel, weil man sich mit spielerischen Mitteln nicht durch die gegnerischen Reihen zu kombinieren vermochte und es an der nötigen explosiven Bewegung fehlte. So waren die einzigen Torannäherungen Weitschüsse von Baumgartner und Alaba.

Die Schotten, die in einem ähnlichen System dagegen hielten, fanden etwas besser ins Spiel, hatten aber einen eher biederen Vortrag anzubieten. Die beste und einzige Chance vor der Pause wurde ihnen von Österreichs Torhüter Schlager mit einem Fehlpass serviert, der LASK-Goalie konnte Sekunden später seinen Lapsus ausbügeln.

Unmittelbar nach dem Wechsel setzte sich das eher uninspirierte Spiel auf beiden Seiten fort, bis Österreich mit der Führung für das erste echte Highlight des Abends sorgte. Ein Weitschuss von Grillitsch kam unmittelbar vor Schottlands Tormann Marshall auf, dieser ließ den Ball vor die Füße von Kalajdzic abprallen. Der Stuttgart-Legionär sorgte mit seinem ersten Tor im Team für das 1:0 (55.).

Scotland vs Austria

Eine Minute später schrillte der Alarm im österreichischen Strafraum, als Ilsanker Christie unnötigerweise niederriss und großes Glück hatte, dass der spanische Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande nicht auf den fälligen Elfer entschied.

Turbulentes Finish

Der Unterhaltungsfaktor wurde nun von beiden Teams hoch gehalten. Zunächst traf abermals Kalajdzic zum vermeintlichen 2:0, doch der Unparteiische hatte davor ein Foul geortet. So blieb es in Glasgow eine Zitterpartie mit einem weiteren Aussetzer in der Defensive. Ein Freistoß der Schotten segelte hoch und weit durch den Strafraum, Torhüter Schlager zögerte mit dem Herauslaufen, Ilsanker verlor das Duell gegen Hanley, der zum 1:1 traf (71.).

Es schien, dass Österreich doch noch das bessere Ende für sich verbuchen könnte, weil Kalajdzic eine Maßflanke von Lainer in Bedrängnis per Kopf zum 2:1 versenkte. Sein Doppelpack reichte jedoch nicht für einen finalen Jubel. McGinn glich mit einem sehenswerten Fallrückzieher zum 2:2 aus und sorgte für hängende Köpfe bei den Österreichern, die eigentlich mit der vollen Punkteanzahl abreisen hätten müssen.

Kalajdzic freute sich dennoch: "Den Tag werde ich sicher nicht vergessen. Bitter, dass es nur zu einem Punkt reichte." Und Teamkollege Xaver Schlager stellte fest: "Sicherlich sind es zwei verlorenen Punkte." Das sah auch Trainer Foda so: "Wenn man das Gesamtpaket ansieht, muss man dann halt auch einmal mit einem Punkt leben. In der ersten Halbzeit waren wir schon kompakt. Wir haben ansonsten gut verteidigt, aber gerade in den entscheidenden Momenten musst du präsent sein."

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