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Sport Fußball
01/23/2019

Hannes Wolf wechselt von Salzburg zu Leipzig

Der 19-Jährige verlässt im Sommer 2019 nach nur einer Saison als Stammspieler Österreichs Serienmeister.

von Stephan Blumenschein

Am Dienstag hatte die Leipziger Volkszeitung berichtet, dass Xaver Schlager im kommenden Sommer als 16. Spieler von Red Bull Salzburg zu RasenBallsport Leipzig wechseln wird. Umgehend kam ein Dementi. „Wir hatten wegen Xaver in diesem Transferfenster bis dato mit keinem Verein Kontakt“, erklärte Salzburg-Sportchef Christoph Freund.

Diese Kicker wechselten von Salzburg zu Leipzig:

 

Roman Wallner war der erste Salzburg-Spieler, der zu RB Leipzig wechselte. Das war im Jahr 2012. 

2014 folgten Georg Teigl,... 

... Stefan Hierländer (Bild) und Thomas Dähne. 

Ein Jahr später wechselte Yordy Reyna auf Leihbasis zu Leipzig. 

2015 zog es auch Peter Gulacsi,...

... Rodnei,...

... Stefan Ilsanker und...

... Nils Quaschner zum deutschen Red-Bull-Klub. 

Zudem ging Marcel Sabitzers Leihvertrag in Salzburg zu Ende, also kehrte er nach Leipzig zurück.  

2016 waren Naby Keita,...

... Bernardo und...

Werder Bremen - RB Leipzig

... Benno Schmitz an der Reihe.

Dayot Upamecano und...

... Konrad Laimer wechselten 2017 zum deutschen Klub. 

Amadou Haidara und Hannes Wolf sind die beiden neuesten Verpflichtungen Leipzigs. 

Den Wechsel von Hannes Wolf zum deutschen Red-Bull-Klub kann Salzburg nicht mehr dementieren. Der 19-Jährige nützt eine Ausstiegsklausel in seinem bis Sommer 2020 laufenden Vertrag und wird ab dem kommenden Sommer für den deutschen Bundesligisten spielen. Österreichs Serienmeister hätte den Transfer also nicht verhindern können. Wolf unterzeichntete schon Anfang Jänner einen langfristigen Vertrag, der bis Sommer 2024 läuft. Die fixe Ablösesumme dürfte rund zwölf Millionen Euro betragen.

Dass Wolf, der erst seit dieser Saison absoluter Stammspieler bei den Salzburgern ist, Leipzig als den nächsten Schritt in seiner Karriere wählt, kommt einigermaßen überraschend. „Das nervt uns alle, wenn immer vom großen Bruder Leipzig gesprochen wird. Diese Phase, dass jeder von uns nach Leipzig gehen will, ist lange vorbei“, hatte der noch 19-Jährige erst Ende November kurz vor dem zweiten Red-Bull-Europa-League-Duell in der Kleinen Zeitung erklärt.

Wolf, der auch Angebote von Dortmund, Mönchengladbach und Southampton gehabt haben soll, selbst begründet den Sinneswandel mit der "Attraktivität der Deutschen Bundesliga".

 

Dieser dürfte aber auch mit einer Person zusammenhängen: Julian Nagelsmann. Der Shooting Star der deutschen Trainerzunft übernimmt ja im Sommer die Verantwortung bei den Sachsen. Ihm wird ein gutes Händchen im Umgang mit jungen Spielern nachgesagt.

"Für mich war es persönlich wichtig, meinen weiteren sportlichen Weg frühzeitig zu kennen. Dadurch ist es für mich auch einfacher, mich auf meine aktuellen Aufgaben beim FC Red Bull Salzburg zu konzentrieren", erklärte Wolf den frühen Zeitpunkt der Bekanntgabe seines Wechsels: "Dazu gehört, dass ich bei Anfragen zu meiner Zukunft klar und offen antworten wollte, weshalb ich froh über die zeitige Veröffentlichung meiner Entscheidung bin. Sportlich verändert sich für mich in den nächsten Monaten absolut nichts, weil völlig klar ist, dass ich dem FC Red Bull Salzburg sehr viel verdanke und bis zum letzten Moment alles für meine Mannschaft geben werde.“

Interessantes Detail am Rande: Wolf wird von der deutschen Beraterfirma Sportstotal betreut. Bei dieser stehen auch Dayot Upamecano und Amadou Haidara unter Vertrag. Beide sind übrigens auch schon von Salzburg nach Leipzig gewechselt.