© ChristINA PERTL VORMALS LEITNER

Stadiontest – Teil 9
09/22/2013

Das moderne Fest-Spielhaus in Wals-Siezenheim

Die Red-Bull-Arena in Salzburg ist die nächste Station der Bundesliga-Serie des KURIER.

von Christina Pertl

Das Salzburger Stadion spielt in einer eigenen Liga: Mehr als 30.000 Zuschauer passen in die moderne Red-Bull-Arena, die um rund 70 Millionen Euro errichtet wurde. Das sind fast so viele wie in den beiden Wiener Bundesliga-Stadien zusammen Platz finden. Aber es ist nicht die Größe allein, die den imposanten Bau in Wals-Siezenheim zu einer Besonderheit in Österreich macht. Es ist das Gesamtkonzept – von der durchorganisierten Anreise bis zum hauseigenen Restaurant. Und natürlich das perfekte Corporate-Design des Getränkeherstellers.

Alu-graue Säulen und Verstrebungen unter dem Stadiondach, blaue Schalensitze und rote Essenstheken – wer die Salzburger Arena betritt, hat das Gefühl in einer Red-Bull-Dose gelandet zu sein. In einer sehr sauberen, wohlgemerkt, in der die freundlichen Mitarbeiter ständig durch die coolen Graffiti-Gänge streifen und nach dem Rechten sehen.

Ete und Petete

Das Publikum ist gemischt. Zwischen die eingefleischten Fußball-Fans mit Schal, Trikot, Wimpel und Sitzpolster mischen sich auch Ete und Petete im Lederhosen-Look oder die eine oder andere Dame in höchsthackigen Schuhen. Unsicher, wie Bambi auf Eis, stöckelt ein besonders aufwendig gestyltes Exemplar aus dem VIP-Club. Ihre volle Konzentration gilt dem Nicht-Hinfallen, kein Wunder, dass sie für den Salzburg Torjäger Jonatan Soriano keine Augen hat.

Dabei hat sich schon ein Grüppchen um den Legionär gebildet, der sein Louis-Vuitton-Tascherl lässig unter den Arm geklemmt hat und für Fotos, Autogramme und Schultergeklopfe bereitsteht. „Des is ned Spanisch, des is Katalanisch“, belehrt ein beflissener Fan, der sich ein Autogramm auf der gelb-rot-gestreiften Fahne holen will, seinen Nachbarn.

„Wos muass denn noch alles geschehen, damit der an Elfer gibt?“, schimpft unterdessen ein unzufriedener Fan über den Schiedsrichter. Manche Dinge sind eben doch in allen Stadien gleich.

Aufbau & Ausbau: Die 70-Millionen-Arena

Fakten

Heimvorteil: Red Bull Salzburg.

Kapazität: 30.188 Zuschauer.

Nächstes Heimspiel: 22.9., 19 Uhr (live Sky Austria) gegen den WAC.

Geschichte

Nach langen Diskussionen erfolgte am 8. März 2003 der Spatenstich für das EM-Stadion in Wals-Siezenheim. 2006 wurde die Arena auf 30.000 Sitzplätze ausgebaut, dabei wurde das gesamte Stadiondach um 10,5 Meter angehoben (Gewicht rund 2150 Tonnen). Die Baukosten werden auf 70 Millionen Euro geschätzt. Der Bundesligist (früher SV Austria Salzburg) ist siebenfacher Meister, der letzte Erfolg gelang 2012.

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