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Sport Fußball
02/05/2020

Rot im Testspiel: Sperre für Rapids Kühbauer unwahrscheinlich

Der 48-Jährige hatte in einem Testspiel in Belek den Schiedsrichter beleidigt und Rot gesehen.

Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer dürfte nach seiner Roten Karte am Dienstag im Trainingslager im türkischen Belek ohne Konsequenzen davon kommen. Grund dafür ist, dass die Partie nicht auf österreichischem Boden stattfand und damit in Österreich auch nicht beim Verband gemeldet war.

Für ein Verfahren seitens des Strafsenats müsste der türkische Unparteiische nicht nur einen Bericht an den türkischen Verband schicken. Dieser müsste dann zunächst an den ÖFB und von diesem an die Bundesliga weitergeleitet werden - ein unwahrscheinliches Prozedere.

Grundsätzlich sind Sanktionen nach Ausschlüssen in Testspielen allerdings nicht ungewöhnlich, wie zuletzt Nemanja Rnic zur Kenntnis nehmen musste. Der Verteidiger des WAC hatte im Jänner in einem Test gegen Austria Klagenfurt wegen eines Ellbogenschlags Rot gesehen. Die Partie fand allerdings innerhalb der österreichischen Grenzen in St. Andrä statt und wurde von einem österreichischen Referee geleitet. Nach dessen Bericht leitete der Strafsenat der Bundesliga ein Verfahren ein und sperrte den Serben für drei Spiele.

Kühbauer flog am Dienstag in Belek in der 64. Minute hinaus, nachdem er den Schiedsrichter nach einer offensichtlich falschen Abseitsentscheidung beleidigt hatte. Rapid startet am 16. Februar daheim gegen WSG Tirol ins Bundesliga-Frühjahr.