Rapid-Trainer Kühbauer vergeift sich im Ton.

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Sport Fußball
02/04/2020

Eklat bei Rapid-Test: Trainer Kühbauer sieht rot und Rot

Die Wiener besiegen im Trainingslager in Belek NK Maribor mit 2:0, ihr Trainer wird allerdings ausgeschlossen.

Eigentlich ist ein Testspiel während eines Trainingslagers - wie es der Name schon sagt - zum Testen da. Das Ergebnis sollte da zweitrangig sein. Und ein Grund völlig die Contenance zu verlieren, sollte es besonders für einen Trainer nicht geben - auch dann, wenn es eine augenscheinliche Fehlentscheidung des Schiedsrichters gibt.

Rapid-Trainer Didi Kühbauer konnte sein angeborenes Temperament trotzdem nicht zügeln. Beim 2:0-Erfolg gegen den slowenischen Erstligisten NK Maribor im Sportzentrum der Hotelanlage Susesi im türkischen Belek wurde der 48-jährige Burgenländer wegen Schiedsrichter-Beleidigung ausgeschlossen.

Was war passiert? Beim Spielstand von 1:0 lief Thomas Murg in der 57. Minute nach einem Zuspiel von Koya Kitagawa alleine auf das Tor zu und ließ dem Keeper von Maribor keine Chance. Zur Überraschung aller entschied der türkische Schiedsrichter allerdings auf Abseits, nachdem dieses von seinem Assistenten offensichtlich angezeigt wurde.

 

Diese Fehlentscheidung brachte Kühbauer richtig in Rage. Selbst während das Spiel schon weiterlief, beruhigte sich der Trainer von Rapid nicht. Wie auf einem Videomitschnitt der Partie auf Rapid TV deutlich zu hören ist, schrie er unter anderem "Bullshit" und "You fucking idiot". Der Schiedsrichter fühlte sich angesprochen, unterbrach das Spiel und zeigte dem heißblütigen Burgenländer die Rote Karte.

Die Partie wurde ohne Kühbauer zu Ende gespielt. Auch ohne ihren Trainer gelang den Wienern durch Fountas (82.) noch ein Treffer, nachdem Kitagawa nach einer Viertelstunde des 1:0 erzielt hatte. Es war der letzte Test der Wiener in der Türkei. Am Mittwoch fliegen Kühbauer und seine Spieler retour nach Wien.