Spektakel in Kaisermühlen: SV Donau mit Klatsche gegen Gloggnitz

Ein Spektakel auf- und abseits des Platzes spielte sich beim Regionalliga-Match zwischen SV Donau und Gloggnitz ab.
SV Donau - SV Gloggnitz Regionalliga Ost

Von Lukas Bergmann

Niemand konnte vor Spielbeginn ahnen, was sich in den nächsten 90 Minuten am Kunstrasenplatz der SV Donau abspielen würde. Die 12 SVD-Ultras waren wie immer frohen Mutes und feuerten die Spieler schon vor Spielbeginn mit ihren Schlachtgesängen an. Die Niederösterreicher starteten jedoch mit viel Elan. Von Minute 28 bis 38 netzten die Gloggnitzer gleich dreimal. Der ernüchternde Start in die Partie hielt aber die SVD-Ultras nicht davon ab, mit voller Kraft und ihren schon angekratzten Stimmen das Team anzufeuern. Ihr Durchhaltevermögen wurde auch belohnt. Tobias Peter verkürzte – vollkommen entgegen dem Spielverlauf – zum 1:3.

Förmlich zur Ekstase brachte die Donau-Anhänger dann in Hälfte zwei der Treffer von Marko Nikolic zum 2:3. Die Fans vom SV Donau waren wieder voll da und lauter denn je. Doch dann stach Josef Pross mit dem 2:4 den metaphorischen Dolch in die Herzen der SVD-Ultras. Plötzlich wurde es  still. Die Anfeuerungsrufe verstummten und auch der Trommler legte kurzfristig seine Arbeit nieder. Dieses Vakuum füllte dann zur Überraschung aller ein Gloggnitz-Fan. Der Herr begann in voller Lautstärke und mit seinen holprig formulierten Gesängen seine Mannschaft zu unterstützen. Das wiederum spornte die SVD-Ultras an und beide Seiten lieferten einander einen humorvollen Schlagabtausch auf den Rängen. Auf dem Platz sah die Situation aber anders aus.

In der 70.  und 87. Minute erhöhten Svoboda beziehungsweise Borkowski für die Gloggnitzer auf 2:6. Das Spiel war gelaufen für die Heimmannschaft. In der Nachspielzeit zeigten jedoch beide Teams, dass sie immer noch Tore schießen können.  Mateo Sarac verkürzte für die Donau, nur damit Pross nicht einmal eine Minute später den alten Vorsprung wieder herstellte. Den Abschluss dieser verrückten Partie machte Marko Nikolic zum Endstand von 4:7.  Sowohl der Gloggnitz-Fan als auch die Donau-Ultras  gratulierten ihren Mannschaften. Die SVD-Fans zündeten noch ein bengalisches Feuer, um ihre Mannschaft gebührend zu verabschieden. Sowohl die Fans als auch die Trainer blickten ungläubig nach Spielende auf die Anzeigetafel. Für Gloggnitz-Trainer Edi Stössl war es „ein super Spiel zum Anschauen. Man sieht, dass beide Mannschaften zurecht dort oben stehen, wo sie jetzt sind.“ Der Ärger hält sich bei SVD-Trainer Jürgen Halper in Grenzen: „Ich verliere lieber einmal 4:7 als dreimal hintereinander 0:1. Das Spiel hat gezeigt, dass mit einer stärkeren Defensive ein Sieg drinnen gewesen wäre.“

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