Trotz Transfer-Coup: Gloggnitz spielt gegen Viktoria nur Remis
Von Lukas Bergmann
Vor dem Anpfiff in der Gloggnitzer Krammer Arena gab es einiges an Gesprächsstoff. Nicht nur, weil sich die Wiener Viktoria wegen einer Autobus-Panne so sehr verspäteten, dass der Anpfiff um 15 Minuten nach hinten verschoben werden musste. Ein Neuzugang wurde auch heiß diskutiert. Roman Kerschbaum wechselte im Winter von Rapid ablösefrei zu der Sportvereinigung.
Drei Engel für Edi
Mit dem ehemaligen Grün-Weißen standen drei Ex-Bundesliga Kicker in der Startaufstellung: Raphael Holzhauser, Torsten Röcher und eben Roman Kerschbaum. Für Trainer Edi Stössl ist das Trio das Fundament der Mannschaft: "Mit Rapha in der Verteidung, Kerschi im Mittelfeld und Roman in der Offensive haben wir auf jeder Position erfahrene Spieler, die uns definitiv weiterhelfen." Die ersten Anzeichen, wie das System mit den drei etablierten Spielern aussehen soll, war gegen die Wiener Viktoria sichtbar. Der Start ins Spiel war auch optimal für die Gloggnitzer.
Chancenwucher ohne Erfolg
In der neunten Minute verwandelte Antonin Svoboda einen Elfmeter eiskalt zur Führung. Die Sportvereinigung hatte volle Kontrolle über das Spiel und hätte mindestens 3:0 zur Pause führen müssen. Wieder einmal traf jedoch das Sprichwort zu, welches sämtliche Phrasenschweine zum überquellen brachte: Tore die man nicht schießt, bekommt man. In der 90. Minute wird ein Freistoß der Viktoria von Svoboda unglücklich ins eigene Tor abgefälscht. Für Stössl ist der Ausgang bitter: „Sie haben es uns schon sehr schwer gemacht mit neun Männern in der Verteidigung. Dennoch hätten wir mit den Chancen, die wir gehabt haben, eine Vorentscheidung erzwingen müssen. Nächste Woche müssen wir das einfach besser machen.“
"Wochen der Wahrheit" für Polster
Für Toni Polster ist es auch klar, dass seine Mannschaft "die erste Viertelstunde verschlafen" hatte. Er betonte auch, dass "Gloggnitz nicht die Chancen herausgespielt hat, sondern meine Mannschaft die Chancen durch Fehler ermöglichte. Wir müssen aufhören Geschenke zu verteilen wenn wir erfolgreich sein wollen." Für Polster liegt jetzt der volle Fokus auf die nächsten Spiele: "Jetzt haben wir die Wochen der Wahrheit. Wir spielen gegen Mannschaften die in unserer Preisklasse sind und da wird sich jetzt zeigen, ob wir uns loslösen können oder ob wir unten weiter leiden werden."
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