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Sport Fußball
01/25/2019

Siegreich in der Türkei: Rapid und Austria gewannen Tests

Rapid gewann gegen Aarau und Maierhofer 5:2, die Austria gegen Zagreb und Bjelica 2:0.

von Alexander Strecha, Alexander Huber

Ein Wiener Wiedersehen gab es am Freitag in Belek: Rapid traf auf Stefan Maierhofer, mit dem 2008 der bislang letzte Meistertitel gewonnen wurde. Die Austria hatte Nenad Bjelica als Gegner, der als Trainer 2013 den Einzug in die Champions League feiern durfte.

Maierhofer hatte mit einem Kopftor für Aarau seinen persönlichen Erfolgsmoment, am Ende musste sich der Schweizer Zweitligist mit Aufstiegsambitionen den klar überlegenen Hütteldorfern aber 2:5 geschlagen geben. Bjelica coachte Dinamo Zagreb nur rund drei Kilometer entfernt in einem 0:2 gegen die Violetten.

„Dass die Austria in der Tabelle auch noch vor ihnen liegt, muss für die Rapidler das Schlimmste sein. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich in meinen eineinhalb Jahren beim Verein so viele Spiele verloren hätte, wie Rapid alleine im Herbst. Da müssen sich alle hinterfragen“, urteilt der 36-jährige „Major“. Sein aktueller Eindruck: „Heute waren sie sehr spielfreudig. Vielleicht wird es jetzt mit Didi besser.“

Abbruch für Dibon

Der erwähnte Rapid-Trainer lieferte beim intensiven Test ebenfalls einen Sager. Als Christopher Dibon nach einem Assist auch noch ein Kopftor gelang, forderte Didi Kühbauer: „Abbruch! Besser kann es für den Dibi nicht mehr werden.“ Erfreut war der Chefcoach neben der Leistung auch über Stürmertore von Alar und Pavlovic. Sorgen bereitet lediglich Sonnleitner, der während der Vorbereitung bereits mehrmals angeschlagen war.

Auffällig: Die Spieler wirken fit und berichten von besonders intensiven Einheiten. Rückkehrer Grahovac wird von Kühbauer gelobt, auch für seine taktische Stärke. Auf das Einüben eines Systems mit zwei Stürmern wird vor dem Eintreffen eines Einkaufs aber verzichtet. 

Späte Treffer

Die Austria erreichte gegen Zagreb ein absolut herzeigbares 2:0, noch dazu vor den Augen von Präsident Hensel, AG-Vorstand Kraetschmer und Kuratoriumsmitglied Reisner, die am Donnerstag ins Teamquartier gestoßen waren. Mit nach Belek gebracht hat Hensel auch seine mittelfristigen Ziele: „Wir müssen ein Top-Player in Österreich sein, aber auch international wollen wir uns im guten europäischen Mittelfeld etablieren. Ziel ist ein Stammplatz in den internationalen Bewerben.“ Eine Herzensangelegenheit sind ihm darüber hinaus die Nachwuchsarbeit und das Scouting, das verbessert werden soll.

Die Austria traf neben Bjelica weitere alte Bekannte: Dilaver und Leovac. Die Veilchen hatten in den folgenden 90 Minuten mehr Torchancen anzubieten, wenngleich Dinamos Carvajal knapp vor der Pause die Latte traf. Zur Pause tauschte Trainer Letsch das Team an neun Positionen und wechselten damit den späten Sieg ein: Sarkaria und Neuzugang Yateke erzielten im Finish die Treffer.