FUSSBALL: UEFA EUROPA LEAGUE / RUNDE DER LETZEN 32:  RED BULL - VILLARREAL

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Sport Fußball
02/19/2021

Salzburg wurden die Grenzen aufgezeigt: "Es wird ganz schwer"

Der österreichische Serienmeister steht nach einem 0:2 im Hinspiel des Sechzehntelfinales der Europa League gegen eine clevere Villarreal-Elf vor dem Aus.

von Stephan Blumenschein

Mit einer 0:2-Heimniederlage gegen Atletico Madrid hatte im Dezember das Europacup-Jahr 2020 für Salzburg geendet. Mit einer 0:2-Heimniederlage gegen Villarreal startete Salzburg am Donnerstag in das Europacup-Jahr 2021. Nach ernüchternden 90 Minuten droht Österreichs Serienmeister das Aus also bereits im Sechzehntelfinale der Europa League. Aber Jesse Marsch wäre nicht Jesse Marsch, wenn er nicht noch Optimismus verbreiten würde: "Der Aufstieg ist noch möglich, aber es wird ganz schwer."

Salzburg braucht allerdings im Rückspiel am Donnerstag nicht nur den ersten Sieg seit fast zwei Jahren gegen ein Team aus einer europäischen Topliga, sondern muss mindestens auch zwei Tore erzielen, um das Ausscheiden zu verhindern. Schon im Vorjahr war man nach dem Umstieg von der Champions League als Gruppendritter in der Runde der letzten 32 Teams der Europa League gescheitert. Auch damals war nach einem 1:4 bei Eintracht Frankfurt die Aufstiegschance schon nach dem Hinspiel nur mehr eine theoretische.

Intelligente Spanier

Der Sechste der spanischen Liga, der sich nach fünf sieglosen Ligaspielen in Serie eigentlich in einer sportlichen Krise befindet, zeigte in der Red-Bull-Arena die Grenzen der Salzburger auf. "Sie wissen mit der Kugel umzugehen, das haben sie uns gezeigt. Wir haben teilweise keinen Zugriff auf ihren Ballbesitzfußball gehabt", meinte Torhüter Cican Stankovic. Und auch Marsch zollte der abgebrühten Vorstellung von Villarreal Respekt: "Wir haben gegen einen schlauen Gegner gespielt, einen mit vielen intelligenten Spielern auf dem Platz", erklärte Marsch.

Dass Salzburg in der Defensive gegen internationale Gegner Probleme hat, war schon im Herbst in der Grupppenphase der Champions League nicht zu übersehen, am Donnerstag kam allerdings auch von der Offensive zu wenig Konstruktives. Das untermauerte der Trainer mit Fakten. "Wir haben nur zweimal aufs Tor geschossen." Nicht nur für ein Heimspiel ist das "zu wenig", merkte Marsch an, "aber wir haben noch ein Spiel. Wir müssen nach Spanien fliegen und eine bessere Leistung bieten."

Während der am Donnerstag gesperrte Abwehrchef Andre Ramalho fix zurückkommen und auch sein Abwehrpartner Max Wöber wohl fit sein wird, werden Sekou Koita und Mohamed Camara auch im zweiten Duell mit Sicherheit fehlen. Von der dreimonatigen Doping-Sperre der beiden Teamspieler aus Mali war Salzburg am Mittwoch informiert worden. "Es tut uns weh. Sie haben zuletzt sehr gut gespielt. Es ist schwierig ohne diese zwei Jungs, aber wir haben eine gute Mannschaft", erklärte Salzburgs Trainer.

Unschöner Schlusspunkt

Dass der US-Amerikaner in Villarreal auf seinen Kapitän zurückgreifen kann, war hingegen pures Glück. Denn Andreas Ulmer leistete sich in der Nachspielzeit einen für ihn völlig ungewohnten Fehltritt. Der Linksverteidiger sorgte mit einem rüden Einsteigen mit dem gestreckten Bein für den unschönen Schlusspunkt. Der lettische Schiedsrichter Andris Treimanis sah sich die Szene nach Hinweis des VAR noch einmal auf dem Bildschirm an, zeigte dem Routinier aber trotzdem nur die Gelbe Karte.

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