Sport | Fußball
15.09.2018

Salzburg schlägt St. Pölten in einem hektischen Spitzenspiel

Der Meister bleibt in dieser Saison weiter makellos, St. Pölten kassierte hingegen die erste Niederlage.

Alle neun Partien in der Bundesliga und im ÖFB-Cup gegen den SKN St. Pölten gewonnen, in jedem dieser Duelle mehr als ein Tor und insgesamt 29 Treffer erzielt: Was sollte da gestern in der NV-Arena für Serienmeister Salzburg beim ersten Verfolger schon schief gehen?

Wenig. Zwar hatte der Tabellenführer mehr Mühe als sonst gegen den SKN. Aber der hat ja auch eine bessere Mannschaft als in den letzten Jahren. Aber schlussendlich ging die Erfolgsserie beim ersten Verfolger weiter: Salzburg siegte schlussendlich verdient 3:1, ist nun das einzige ungeschlagene Team der Liga und baute den Vorsprung auf St. Pölten auf sieben Punkte aus.

Trainer Rose konnte auf Torjäger Dabbur zurückgreifen, der mit Leistenproblemen vom israelischen Team zurückgekommen und deshalb fraglich war. Im Tor stand – wie angekündigt – erstmals Routinier Walke. Von der Stammelf wurde vor dem Prestigeduell in der Europa League in Leipzig am Donnerstag nur Österreichs Teamspieler Lainer geschont.

Umbau

Neu war die Grundordnung: Salzburg begann mit einem 4-3-3, hatte also mit einem Systemwechsel auf die defensive Fünferkette beim Gegner reagiert. In dieser standen bei St. Pölten übrigens vier ehemalige Red-Bull-Spieler (Ingolitsch, Meisl, Luan, Haas). Und die bekamen gleich viel Arbeit.

Denn Salzburg startete mit viel Druck und drängte den SKN weit zurück. Doch zum Abschluss kam der Tabellenführer nicht. Dazu zeigte sich, dass die St. Pöltner mit einfachen Mitteln bis zum gegnerischen Strafraum kamen.

So fiel auch das 1:0: Nach einem Wechselpass konnte Haas ungehindert aufköpfeln, Ramalho verfehlte den Ball, Pongracic traf ins eigene Tor (25.).

Der Rückstand weckte die Salzburger auf. Innerhalb weniger Sekunden fanden Wolf und Dabbur zwei Großchancen vor, den Ausgleich verhinderte beide Male Torhüter Riegler.

Dass der Tabellenführer doch noch vor der Pause zum 1:1 kommen sollte, lag dann auch am SKN-Keeper: Riegler verfehlte nach einer Yabo-Ecke den Ball. Schlager beförderte diesen aus kurzer Distanz ins Tor (45.).

Systemwechsel

Mit Beginn der zweiten Hälfte verabschiedete sich Rose vom 4-3-3 und kehrte zurück zum üblichen 4-4-2. Salzburg startete erneut mit viel Druck, lief aber auch in einen Konter: Luxbacher verfehlte mit seinem schwachen rechten Fuß das Tor (52.).

Salzburg brauchte lange, um gefährlich zu werden. Wieder gab es zwei Chancen innerhalb weniger Sekunden: Zunächst hatte Ulmer mit einem Lattenschuss Pech, dann konnte Wolf zum 2:1 einschießen (66.).

Danach wurde die Partie von Minute zu Minute hektischer. Schiedsrichter Heiß hatte Mühe, das Spiel einigermaßen unter Kontrolle zu halten. Zwar wurde wenig Fußball gespielt, aber das Spiel blieb wenigstens spannend – bis in die 97. Minute, bis der eingewechselte Gulbrandsen zum 3:1 traf.