FUSSBALL TIPICO BUNDESLIGA / GRUNDDURCHGANG: RED BULL SALZBURG - CASHPOINT SCR ALTACH

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Sport Fußball
10/05/2019

Salzburg fertigt Altach ab, Admira holt ersten Saisonsieg

Der Meister gewann deutlich mit 6:0, das Tabellenschlusslicht darf gegen WSG Tirol erstmals in dieser Saison jubeln.

von Stephan Blumenschein, Christoph Geiler

Es ist offensichtlich egal, wer bei Salzburg momentan spielt, für den ganz großen Teil der Konkurrenz in der Bundesliga ist jede Elf des Tabellenführers einfach zu stark. Gegen Altach waren neben Håland, der wegen eines Blutergusses im Hüftbeuger auch Norwegens Team absagte, sieben Spieler jener Elf nicht dabei, die beim 3:4 gegen Liverpool am Mittwoch begonnen hatte.

Trotzdem war die Partie gegen die Vorarlberger nach elf Minuten entschieden. Koïta (5.) und Daka (11.) hatten Salzburg nach tollen Vorlagen von Camara und Ashimeru 2:0 in Front gebracht.

Die Altacher Notabwehr war völlig überfordert. Die Partie spielte sich praktisch nur in der Hälfte der Gäste ab: Zur Pause lautete die Schussstatistik 19:0. Dass es nur 3:0 stand – Daka hatte nach einem Traumpass von Farkas zum zweiten Mal getroffen (24.), lag an der Verspieltheit der B-Elf des Leaders.

In der 49. Minute gaben die Altacher den ersten Schuss ab. Der Freistoß von Red-Bull-Leihgabe Berisha stellte Keeper Stankovic allerdings vor keine Probleme. Auf der Gegenseite ließ der sonst extrem starke Ashimeru einen Elfmeter aus, der aber sowieso eher keiner war (53.). Kurz danach stand es dann aber 4:0: Daka verabschiedete sich mit seinem dritten Tor. Für ihn kam Prevljak aufs Feld (60.).

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Der Bosnier, der in dieser Saison als einziger Stürmer noch nicht getroffen hatte, brach seine persönliche Torsperre: Mit einem Schuss aus der Drehung ließ er Altach-Ersatzkeeper Durakovic keine Chance – 5:0 (81.).

Dabei blieb es aber nicht: Der eingewechselte Hwang stellte vor den Augen seiner aus Südkorea angereisten Mutter den 6:0-Endstand her.

Erster Sieg im zehnten Spiel

Ganz anders die Ausgangslage bei der Admira. "Wenn wir hier in Führung gehen, dann wird die Admira richtig unruhig werden", hatte Thomas Silberberger vor dem Auftritt von WSG Tirol gemeint. Nun, mit dieser Prognose lag der Coach des Aufsteigers aber so was von daneben.

Denn genau das Gegenteil sollte eintreten. Der frühe Führungstreffer der Gäste durch Kelvin Yeboah war so etwas wie der Weckruf für die Südstädter. Bei diesem 0:1 war einmal mehr deutlich geworden, weshalb die Admira am Tabellenende liegt und bislang die meisten Gegentore kassiert hat: Erst leistete sich Abwehrchef Schösswendter an der Outlinie einen kapitalen Schnitzer, dann verloren zwei Admiraner Yeboah aus den Augen – 0:1 (11.).

Doppelschlag der Admira

Doch der Rückstand brachte das Team von Klaus Schmidt nicht so aus dem Tritt, wie sich Thomas Silberberger das vor dem Match ausgemalt hatte. Im Gegenteil: Es dauerte nur sieben Minuten, dann hatte die Admira das 0:1 weggesteckt. Nach einer einstudierten Standardsituation gewann Sinan Bakis das Kopfballduell mit WSG-Abwehrchef Stefan Hager und brachte den Ball im Tor unter (18.).

Und mit einem Schlag schien die ernste allgemeine Verunsicherung wie weggewischt. Noch vor der Pause sorgte die Admira mit einem Doppelschlag für die Vorentscheidung. Und bei beiden Treffern sah die Abwehr der Tiroler schlecht aus. Erst ließ Tormann Ferdinand Oswald an seinem Geburtstag ein besseres Schüsschen von Bakis unter seinem Körper durchrutschen (37.), fünf Minuten später passte die Wattener Defensive nicht auf Kolja Pusch auf – 3:1.

Fu§ball, FC Flyeralarm Admira - WSG Tirol

Nach der Pause brachte WSG-Tirol-Trainer Silberberger mit Clemens Walch und Sebastian Santin zwei zusätzliche Offensivkräfte und versuchte mit dieser Rochade dem Spiel noch eine Wende zu geben. Die Tiroler waren zwar feldüberlegen und erarbeiteten sich auch einige Torchancen, der Anschlusstreffer wollte aber nicht mehr gelingen. Ein Kopfballtor von Hager (57.) wurde zu Unrecht wegen eines Stürmerfouls aberkannt.

Damit gelang der Admira im zehnten Saisonspiel der erste Sieg. Die Südstädter bleiben zwar am Tabellenende, doch die Rote Laterne blinkt nun nicht mehr so bedrohlich. Nach dem 3:1 trennt das Team von Klaus Schmidt nur mehr ein Zähler vor dem elften Rang. Aufsteiger Wattens bleibt bei neun Punkten.

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