Sport | Fußball
31.08.2018

Salzburg erhält 10,42 Millionen Euro "Schmerzensgeld"

Bei der heutigen Europa-League-Auslosung in Monaco (13 Uhr, live auf kurier.at) ist der Meister in Topf 1, Rapid in Topf 2.

In Salzburg wird natürlich noch immer über das Ausscheiden im Champions-League-Play-off gegen Roter Stern Belgrad getrauert. Aber der Fußball rollt weiter, und Östereichs Tabellenführer ist ja im Herbst weiter europäisch vertreten - in der Europa League. Dank Rapid, das den rumänischen Klub FCSB im Europa-League-Play-off ausgeschaltet hat, ist Red Bull nun mit acht Teilnahmen Rekordstarter in der Europa-League-Gruppenphase. Bisher hatten sich die Salzburger diesen Rekord mit den Bukarestern geteilt. Für die Hütteldorfer ist es auch schon die siebente Gruppenphase der Europa League. Der Bewerb wird heuer zum zehnten Mal ausgetragen.

Fest steht nun auch, wie viel "Schmerzensgeld" Salzburg nach dem Selbstfaller im Rückspiel gegen Roter Stern von der UEFA erhalten wird. Fünf Millionen Euro gibt es direkt für das Ausscheiden. Dazu kommen noch 2,92 Millionen Euro fixes Startgeld in der Europa League. Der Anteil aus dem neuen Koeffizienten-Starttopf, der nach der Platzierung in der UEFA-10-Jahresrangliste ausgeschüttet wird, müsste laut KURIER-Berechnungen rund 2,5 Millionen Euro betragen. Das sind also insgesamt rund 10,42 Millionen Euro.

Nun lässt sich auch berechnen, wie viele Millionen Euro jene 77 Sekunden im Play-off-Heimspiel gegen Roter Stern Belgrad, in denen Salzburg eine komfortable 2:0-Führung verschenkt hat, an UEFA-Prämien fix gekostet haben, nämlich fast 14 Millionen Euro. Allein an Startgeld hätte Salzburg in der Champions League rund 24,11 Millionen Euro erhalten (15,25 Mio. fixes Startgeld plus 8,86 Mio. aus dem Koeffiziententopf).

Während die Gruppenphase der Champions League ja bereits am Donnerstag ausgelost worden ist, ist heute ab 13 Uhr (Liveticker auf kurier.at) die Europa League an der Reihe. Die Salzburger, die in der Vorsaison ja das Semifinale erreicht haben, sind in Topf 1. Ein möglicher Gegner ist der deutsche Red-Bull-Klub RB Leipzig. Aber es sind genauso viele Wiedersehen möglich - darunter sogar eine Gruppe mit drei Klubs, gegen die der Meister in der Champions-League-Qualifikation in den letzten Jahren ausgeschieden ist - nämlich Fenerbahce, Malmö (oder Zagreb) und Düdelingen.

Die Topfeinteilung für die Auslosung der EL-Gruppenphase

Topf 1: FC Sevilla, Arsenal, Chelsea, Zenit St. Petersburg, Bayer Leverkusen, Dynamo Kiew, Red Bull Salzburg, Villarreal, Anderlecht, Lazio Rom, Besiktas Istanbul, Olympiakos Piräus

Topf 2: Sporting Lissabon, Olympique Marseille, PAOK Saloniki, AC Milan, Fenerbahce Istanbul, FK Krasnodar, FC Kopenhagen, Rapid Wien, Genk, Astana, Ludogorez Rasgrad, Celtic Glasgow.

Topf 3: FC Zürich, Betis Sevilla, Dinamo Zagreb, Eintracht Frankfurt, RB Leipzig, Malmö, Spartak Moskau, Standard Lüttich, Stade Rennes, Bordeaux, BATE Borisow, Karabach Agdam

Topf 4: Apollon Limassol, Rosenborg Trondheim, Slavia Prag, Akhisar Belediyespor, Jablonec, AEK Larnaka, FC Vidi; Glasgow Rangers, F91 Düdelingen, Sarpsborg, Spartak Trnava, Worskla Poltawa