Sport | Fußball
09.08.2018

Roses Warnung: "Es gilt keine Sekunde nachzulassen!"

Salzburg geht mit einem 3:0-Vorsprung in das Rückspiel der 3. Runde der Champions-League-Qualifikation gegen Shkendija.

Die Basis für den Aufstieg ins Play-off der Champions-League-Qualifikation wurde gelegt. Salzburg gewann das Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde gegen Shkendija Tetovo aus Mazedonien am Mittwoch mit 3:0. Es war aber ein hartes Stück Arbeit gegen einen Gegner, der die Salzburger phasenweise mehr als fordern konnte.

Das Spiel vor 10.050 Zuschauern in der Red-Bull-Arena hatte viele Facetten. Salzburg startete stark, ging auch früh durch den überragenden Dabbur per Elfmeter in Führung. Er erzielte das 200. Europacup-Tor in der Ära Red Bull. Österreichs Meister fiel danach aber zurück und hatte mehrmals großes Glück. Das 2:0 kurz vor der Pause, das erneut der Israeli erzielte, gab nicht unbedingt das Kräfteverhältnis in Hälfte eins wieder.

Nach dem Wechsel setzten dann sintflutartige Regenfälle ein. Die Salzburger hatten mehrmals das 3:0 auf dem Fuß, aber erst ein weiterer Elfer, den dieses Mal Diadie Samassekou verwertete, brachte den dritten Treffer. Kurz danach fiel auch noch der Strom aus. Nach einer minutenlangen Unterbrechung wurde weiter gespielt, obwohl der Regen das Spielfeld in einen Sumpflandschaft verwandelt hatte. Salzburg brachte das 3:0 in Unterzahl über die Zeit. Neuzugang Junuzovic war kurz vor der Unterbrechung ausgeschlossen worden.

Den ausführlichen Spielbericht finden Sie hier.

Auch Salzburg-Trainer Marco Rose hatten die äußeren Bedingungen mitgenommen. Der Deutsche kam barfuß zur obligatorischen Pressekonferenz nach dem Spiel. Seiner verbalen Angriffslustigkeit schadete das allerdings nicht.

Der Deutsche sprach …

… über das 3:0-Endresultat: „Es ist ein gutes Ergebnis. Das zu Null ist ganz wichtig. Und wir haben drei Tore geschossen. Der Sieg war aber hart erarbeitet. Wir wussten schon vor dem Spiel, dass es hart werden wird. Das hat aber der eine oder andere in Österreich nicht gewusst.“

… über den das Auf und Ab im Spiel: „Mich freut, dass wir viele Chancen gehabt haben. Wir hätten noch mehr Tore schießen können, wir hätten aber auch zwei, drei kriegen können. Es gab einige richtig gefährliche Situationen.“

… über die schlechte Phase von der 25. bis zur 40. Spielminute: „Wir haben mit dem Ball zu unsauber agiert. Wir haben ja auch zwei Chancen. mehr oder weniger selbst aufgelegt mit unsauberen Pässen. Wir haben im Pressing zu oft alleine agiert und nicht gemeinsam. Der Gegner hatte eine Idee, wie er unsere Raute umspielt, sie haben mit sehr flachen Außenverteidiger gearbeitet. Da hatten wir einfach Zugriffsprobleme.“

… über den starken Auftritt des mazedonischen Meisters: „Es wird im Fußball schon im Vorhinein immer kategorisiert. Die Jungs von Shkendija trainieren auch jeden Tag und können richtig gut kicken. Und sie haben eine guten Trainer, der einen klasse Plan hatte. Wir haben in der vergangenen Saison in der Europa League bewiesen, dass es diese Kategorisierung nicht gibt. Es stehen Elf gegen Elf auf dem Platz. Es ist doch das Schöne an diesem Sport, dass immer so viel möglich ist.“

… über die Gründe, warum den zweiten Elfmeter nicht Dabbur sondern Samassekou schoss, der seinen ersten Treffer für Salzburg überhaupt erzielen konnte: „Wir geben keinen Elfmeterschützen vor. Das haben die Jungs selbst entschieden. Aber ich glaube, Diadie war einmal dran. Er hat selbst signalisiert, dass er nach so vielen Spielen endlich einmal ein Pflichtspieltor schießen muss und will. Dass er den Elfer in so einem wichtigen Spiel so eiskalt verwertet hat, spricht für ihn. Damit hat er sich für höhere Aufgaben qualifiziert.“

… über die unfreiwillige Spielunterbrechung in der 85. Minute: „Einen Stromausfall während eines Spiels habe ich noch nie erlebt. Das ist für mich ein Novum. Zum Glück war es relativ spät. Es war ja danach auch kein Fußballspiel mehr. Ich finde, dass wir es noch ganz ordentlich über die Bühne gebracht haben. Und zum Glück hatten wir schon vorher drei Mal getroffen.“

… über einen durchaus möglichen Abbruch wegen der sintflutartigen Regenfälle: „Angst hatte ich davor eigentlich nicht. Da war ich noch zu stark unter Spannung.“

… über das Rückspiel am Dienstag im Nationalstadion von Skopje: „Wenn wir nicht aufpassen, dann steht es schnell 0:1.Und dann gehen Dinge los, die im Fußball schon recht häufig passiert sind. Es gilt keine Sekunde nachzulassen. Wir müssen in Mazedonien mit 120 Prozent für unsere großen Ziele kämpfen und arbeiten.“