Cristiano Ronaldo (Mi.) trifft auf seinen ehemaligen Coach Sir Alex Ferguson und ManU-Legende Ryan Giggs (re.).

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Champions League
02/13/2013

Ronaldo trifft auf seine alte Liebe

Real Madrid und Manchester United bitten zum Spitzentanz im Achtelfinale.

von Alexander Strecha

Das ist das Spiel, auf das die Welt wartet.“ Real-Madrid-Trainer Jose Mourinho bringt es vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League (20.45 Uhr/live Puls4, KURIER.at-Liveticker) zwischen Real Madrid und Manchester United auf den Punkt. Bejammert werden darf, dass sich diese zwei Giganten schon so früh im Bewerb gegenüberstehen.

Im Fokus steht dabei einmal mehr Cristiano Ronaldo. Jener Star von Real, der in Manchester vom großen Talent zum Weltklasse-Fußballer gereift ist. Ronaldo trifft erstmals auf seinen Ex-Klub. Und gerade rechtzeitig für das Match gegen die seit 14 Pflichtspielen ungeschlagenen Engländer ist der Mann aus Madeira in Hochform: 13 Pflichtspieltore gelangen ihm 2013 bereits, am Wochenende beeindruckte er beim 4:1 gegen den FC Sevilla mit einem Hattrick.

Im Aufwind

Eine bemerkenswerte Steigerung im Vergleich zu November und Dezember, als ihm lediglich fünf Tore gelangen. Die zwischenzeitlichen Abwanderungsgedanken sind längst wieder zu den Akten gelegt. Vorerst. In Manchester nahm die große Karriere des von Sporting Lissabon gekommenen Portugiesen ihren Ausgang, in sechs Saisonen gelangen ihm in 292 Spielen 118 Tore. Zahlen, die er in Madrid freilich längst übertroffen hat: Dort erzielte er in 179 Partien schon 182 Treffer und rangiert unter den besten sechs Torschützen der Vereinsgeschichte.

Sein Durchschnittswert von 1,02 Toren pro Spiel ist zudem höher als jener der noch vor ihm liegenden Legenden Alfredo di Stefano (0,77) oder Ferenc Puskas (0,93). „Ich habe schöne Erinnerungen an meine Zeit in Manchester. Ich wollte schon seit Längerem gegen sie spielen.“

Die Statistik spricht jedenfalls klar für Real Madrid, das sich in den vier bisherigen Duellen drei Mal durchsetzen konnte.

Trainer-Freunde

Real Madrid gegen Manchester United ist aber auch das Duell zweier großer Trainer, die sich mit viel Respekt begegnen. „Ich fühle mich privilegiert, sein Freund zu sein, weil er einer der wichtigsten Menschen im Fußball, aber vor allem ein guter Mensch ist“, meint Jose Mourinho, der beim 2:0-Erfolg Manchesters über Everton am Sonntag spioniert hatte und auch als erster Nachfolge-Kandidat von Langzeittrainer Ferguson bei den „Red Devils“ gehandelt wird.

Mourinho selbst könnte nach Saisonende Real verlassen. Bei den Königlichen ist er spätestens nach dem Streit mit Tormann und Kapitän Iker Casillas nicht mehr unumstritten. In der Liga ist für Real Erzrivale Barcelona uneinholbar, umso mehr zählt die Königsklasse. Das Weiße Ballett möchte heuer zum zehnten Triumph tanzen.