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29.11.2018

Red Bull Salzburg fixiert EL-Aufstieg mit Sieg im Stallduell

Die Salzburger bleiben in der Europa League makellos - das 1:0 gegen Leipzig war der fünfte Sieg im fünften Spiel.

„Auf Wiedersehen“ hallte es am Donnerstagabend um 20.46 Uhr aus Tausenden Kehlen in der Red-Bull-Arena: Die Salzburger besiegten den ungeliebten ehemaligen Schwesternklub aus Leipzig auch im zweiten Gruppenspiel. Auf das verdiente 3:2 in Deutschland folgte gestern ein ebenso verdientes 1:0 vor 29.520 Zuschauern im EM-Stadion.

Während die Salzburger aus eigener Kraft den Aufstieg in das Sechzehntelfinale fixieren konnten, müssen die Leipziger nun um diesen bangen. Denn im Parallelspiel in Trondheim siegte Celtic Glasgow bei Rosenborg 1:0 und hat nun drei Punkte Vorsprung auf die Deutschen, die nun auf Hilfe des österreichischen Meisters angewiesen sind. Nur wenn Salzburg am 13. Dezember in Glasgow gewinnt, kann Leipzig noch aufsteigen.

Während bei Salzburg gestern die logische Startelf auf dem Spielfeld stand, hatte Leipzig-Trainer Ralf Rangnick bei seiner Rückkehr an seine ehemalige Arbeitsstätte (der Deutsche war von 2012 bis 2015 Sportchef bei Österreichs Serienmeister ) experimentieren müssen. Mit Kampl, Sabitzer, Forsberg und Demme fehlten vier Stammkräfte.

Hitziger Auftakt

Mit Upamecano, Laimer und Ilsanker standen auch drei Ex-Salzburger in der Mannschaft der Gäste. Der ehemalige Salzburg-Kapitän sorgte schon in der 3. Minute für Aufregung: Nach einem Foul an Wolf sah Ilsanker früh die Gelbe Karte.

Überhaupt begann das Red-Bull-interne Duell alles andere als freundschaftlich. Besonders die Leipziger brachten eine harte Note ins Spiel. Bruma wurde ebenfalls früh verwarnt.

Dass die Gäste eigentlich gewinnen mussten, während Salzburg schon ein Remis zum Aufstieg reichte, davon war wenig zu sehen: Österreichs Meister war überlegen, zwang die Leipziger zu vielen Fehlern.

Große Chance

Fast wäre auch in der 20. Minute das 1:0 gelungen: Dabbur hatte Gulbrandsen mit einem Lupfer freigespielt, der Norweger zwang Leipzigs Schweizer Keeper Mvogo zu einer Glanzparade.

Erst danach kam das Spitzenteam der deutschen Bundesliga besser ins Spiel. Der Qualität tat dies nicht gut. Bis in die 44. Minute war es nun ein unansehnliches Mittelfeldgeplänkel mit vielen Fehlern. Als Ramalho so einer unterlief, fanden die Gäste Sekunden vor dem Pausenpfiff durch Werner die Chance auf das 1:0 vor.

Fast gleichzeitig war im Parallelspiel in Trondheim das erste Tor gefallen: Celtic ging gegen Rosenborg in Führung. Leipzig stand nun noch mehr unter Zugzwang.

Auf dem Platz war davon auch in den ersten Minuten der zweiten Hälfte nicht viel zu merken. Druck erzeugten die Leipziger jedenfalls keinen. Im Gegenteil: Salzburg war erneut der Führung näher als die Gäste.

Traumkombination

Rangnick reagierte nach einer Stunde, brachte mit Poulsen einen neuen Stürmer. Der dänische WM-Starter hatte den Salzburgern im Hinspiel Probleme bereitet, auch das zwischenzeitliche 2:2 erzielt. Gestern war Poulsen nicht so wirkungsvoll.

Anders als jener Spieler, der schon die Partie in Leipzig mit einem Last-Minute-Tor schlussendlich für Salzburg entschieden hatte: Frederik Gulbrandsen sorgte gestern für das 1:0. Er traf nach einer Traumkombination über Junuzovic und Ulmer aus elf Metern (74.).

Erst der Rückstand erweckte die Leipziger aus ihrer Lethargie: Werner zwang Keeper Walke zu einer Glanzparade (77.). Salzburg wankte erstmals richtig, vergab durch Wolf aber auch die große Chance auf die Entscheidung (81.). Das sollte sich aber nicht negativ auswirken. Es blieb beim Prestigesieg.