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Sport Fußball
02/25/2020

Rauswurf nach einem Frühjahrsspiel: "Das war überraschend"

Trainer David Preiß musste bei Zweitligist GAK gehen. Am Sonntag war man mit einem 1:2 gegen den FAC ins Frühjahr gestartet.

von Andreas Heidenreich

Ob der Ball beim 2:1-Siegestreffer des FAC am Sonntag in Graz gegen den GAK die Torlinie vollständig überschritten hat, darüber wird immer noch gestritten. Der Treffer zählte jedenfalls und war ein verheerender für David Preiß. Der Trainer der Grazer wurde am Dienstag entlassen. Und das nach nur einem Frühjahrsspiel.

Ein Blick auf die jüngste Bilanz verrät: Der GAK hat unter Preiß die vergangenen zwölf Pflichtspiele keinen Sieg eingefahren. Die Trennung an sich kommt aus dieser Sicht also nicht überraschend, der Zeitpunkt indes schon. Es bleibt das Geheimnis der GAK-Führung, warum man die Trennung nicht schon im Winter vollzogen hat, sondern den Trainer noch eine siebenwöchige Vorbereitung leiten ließ.

„Es war klar, dass wir in den ersten drei bis fünf Spielen liefern müssen“, sagt Preiß zum KURIER. „Ich habe dem Verein gesagt, dass ich den Sessel räume, wenn sie das Vertrauen in mich nicht mehr haben.“ Der Zeitpunkt der Trennung sei nun auch für ihn überraschend gewesen.

Vor allem nach einer Vorbereitung, die alles andere als glücklich verlaufen ist. 17 Spieler waren durch einen Virus zeitgleich erkrankt. „Ich will das keinesfalls als Ausrede nehmen.“ Dass ein Virus in einer Phase, in der man die physische Basis für das gesamte Frühjahr legen sollte, seine Auswirkungen haben wird, sei allerdings klar, beuert der Sportwissenschafter, dessen Vertrag noch bis Sommer läuft. Seit Montagabend ist er jedenfalls beurlaubt, seinen Weg als Profitrainer will er weiter gehen.

Der Name Preiß bleibt jedenfalls eng verbunden mit der Rückkehr des GAK in den Profifußball. Der Steirer feierte mit den Grazer Rotjacken zwei Meistertitel und führte den Klub von der Landesliga in die 2. Liga. „Ich bin sehr dankbar für diese zweieinhalb Jahre, im Trainergeschäft ist das eh eine lange Zeit“, sagt Preiß, dem die Trennung aufgrund der ihm nachgesagten Nähe zu den Spielern auch persönlich leid tut.

„So einen menschlichen und sozialen Trainer wie David Preiß werden die Spieler nicht mehr kennenlernen“, sagt jedenfalls Sportdirektor Alfred Gert gegenüber der Kleinen Zeitung. Eine Aussage mit Interpretationsspielraum. Wird der neue Mann ein Peitschenknaller? Als Nachfolger werden jedenfalls Gernot Plassnegger und Joachim Standfest gehandelt.

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