Rapid erkämpft mit neuem Kader ein 3:3 gegen Celtic Glasgow

Rapid erkämpft mit neuem Kader ein 3:3 gegen Celtic Glasgow
Bei der Kaderzusammenstellung wurde besonderes Augenmerk auf die Charaktere gelegt. Warum es bei Rapid aber nicht zu harmonisch werden soll.

Acht Jahre sind vergangen, seit Celtic Glasgow das letzte Mal in Hütteldorf zu Gast war. Acht Jahre sind vergangen, seitdem Guido Burgstaller in Hütteldorf gespielt hat. Am Samstag war nicht nur der schottische Meister zurück in Wien, sondern auch – zur Freude von Fans und Mannschaft – der Kärntner Burgstaller.

"Ich freu’ mich sehr, dass er da ist", sagt Trainer Ferdinand Feldhofer über Burgstaller, den er, wie schon im Test gegen AEK Larnaka, als Kapitän auflaufen ließ: "Er ist nicht nur auf dem Platz wichtig, sondern auch abseits davon."

Rapid erkämpft mit neuem Kader ein 3:3 gegen Celtic Glasgow

Burgstaller mit der Kapitänsschleife wie schon zuletzt gegen Larnaka

Der 33-Jährige sorgte beim 3:3 gegen Celtic Glasgow vor 9.400 Zuschauern für Ruhe und Unruhe auf dem Platz – je nachdem, was gerade nötig war – und für Gefahr im letzten Drittel.

Bei der Rückkehr nach Hütteldorf seien „alte Gefühle hochgekommen“, sagte der Kärntner nach dem Spiel. „Schon das Einlaufen war besonders, ich hab mich richtig gefreut auf die Partie.“

Vor allem das Zusammenspiel mit Nicolas Kühn funktionierte gut, der sich sowohl links, als auch rechts am Flügel sehr aktiv gezeigt hat. Die Tore schossen andere, nämlich Zimmermann, Kriwak und Aiwu.

Die Gäste hingegen nutzten Leichtigkeiten in der Rapid-Abwehr und trafen – effizient – aus wenigen Aktionen gleich drei Mal ins Rapid-Tor, in dem diesmal Niklas Hedl stand.

"Das ist nicht unser Anspruch"

"Es ärgert mich, dass wir viel zu leicht - etwa das dritte - Gegentor kriegen", sagt Feldhofer nach dem Spiel. Ein Abstimmungsproblem sehe er dabei nicht, man habe sich "zu sicher" gefühlt, oder den Ball "verschlafen". "Das ist nicht unser Anspruch, das darf in Zukunft nicht mehr passieren."

Mit viel Mühe erkämpften zwei Rapid-Mannschaften (nach einer Stunde wurden alle Feldspieler gewechselt) ein 3:3 in letzter Minute. Das ist das fünfte Unentschieden gegen Celtic Glasgow in der fünften Begegnung.

Für Burgstaller „phasenweise“ eine „ganz gute“ Partie der Grün-Weißen. Auch er findet aber, Rapid habe sich „die Tore selber geschossen“, es den Gegnern „zu einfach“ gemacht. In der Offensive habe „der letzte Pass noch ein bisschen gefehlt“.

Neben Burgstaller standen sechs weitere der neun Rapid-Neuzugänge auf dem Platz. Roman Kerschbaum ist nach seiner Knöchelverletzung noch nicht fit, ebenso wie der nicht mehr ganz so "neue" Ferdy Druijf, der Ende des Monats zum Mannschaftstraining stoßen wird.

Die U-19-Spieler sind noch offiziell bis nächste Woche auf Urlaub. Pascal Fallmann sei aber schon freiwillig früher ins Training zurückgekehrt.

"Passende Charaktere"

Für die neue Rapid-Auswahl war für Feldhofer vor allem eines entscheidend: Dass die Mannschaft in dieser Saison ein richtiges Team ist. "Bei den Neuen haben wir neben Technik, Taktik und Physis auch großes Augenmerk auf den zwischenmenschlichen Bereich gelegt". Im Teamgefüge müsse "alles passen". "Weil wir gesehen haben, dass das bei Rapid in den letzten Jahren nicht immer so der Fall war." Rapid habe sich bemüht, "eine Gruppe von Charakteren zusammenzustellen, die hoffentlich zusammenpassen".

Doch zu harmonisch solle es nicht sein: "Es soll ein positiver Konkurrenzkampf herrschen, das weiß jeder in der Mannschaft."

Stamm-Elf

Dass bei einem derart großen Kader der eine oder andere mit zu wenigen Einsätzen unzufrieden werden könnte, glaubt der Steirer nicht. "Wir haben im Idealfall neun Wochen lang englische Runden vor uns. Da werden wir schon 18 bis 20 Spieler brauchen." Feldhofer will viel rotieren lassen – es werde nicht wirklich eine Einsermannschaft im klassischen Sinn geben, sondern mehrere Varianten. Auch die Start-Elf vom Test gegen Celitc gebe noch keine Hinweise auf die kommenden Pflichtspiele ab Freitag nächster Woche.

Auch im Tor geht es um den Stammplatz. Nach zwei Einsätzen von Paul Gartler hat sich Feldhofer am Samstag für Niklas Hedl entschieden, der eine solide Leistung zeigte. Zu viel Bedeutung will der Trainer dieser Entscheidung aber noch nicht einräumen. "Wer dann nächste Woche im Tor steht, werden wir sehen."

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