Sport | Fußball
11.05.2018

Premier League: Swansea braucht ein Wunder

Die "Swans" sind auf Schützenhilfe von Meister ManCity angewiesen, wollen sie den Klassenerhalt schaffen.

Nur ein überzeugender Erfolg gegen Stoke City und gleichzeitig ein Kantersieg von Manchester City über Southampton kann Swansea am Sonntag den Verbleib in der Premier League sichern. Dass der englische Fußballmeister motiviert in das Spiel gegen Southampton geht, kann vorausgesetzt werden - schließlich geht es für die Truppe von Pep Guardiola noch darum, 100 Punkte in einer Saison zu erreichen.

Stoke (mit Moritz Bauer und dem zuletzt nicht zum Kader zählenden Kevin Wimmer) sowie West Bromwich sind mathematisch schon abgestiegen, am letzten Spieltag fällt die Kugel entweder auf Swansea City oder Southampton. Die Waliser haben das Manko, mit drei Punkten weniger sowie einer um neun Treffer schlechteren Tordifferenz in die finale Runde zu gehen. Alle Partien finden am Sonntag zeitgleich um 16.00 Uhr statt.

"Wir können uns nicht auf uns alleine verlassen, und das mögen wir nicht. Wir müssen das Spiel gewinnen und auf ein Wunder hoffen", sagte Swansea-Trainer Carlos Carvalhal, der den Klub nach der Saison in jedem Fall verlassen wird. Southampton-Coach Mark Hughes mahnte aber zur Vorsicht. "Wenn es ein Team in dieser Liga gibt, das eine Menge Tore schießen kann, ist es ManCity", meinte der Waliser.

Manchester City hat bereits die nach der Punkteanzahl beste Saison im englischen Fußball-Oberhaus überhaupt abgeliefert. 97 Punkte sind zwei mehr als Chelsea, das 2004/05 95 Zähler gesammelt hatte. Mit einem Sieg am Sonntag hätte man genau 100 Punkte in der Saison. "In dieser Saison haben wir es besser gemacht als die anderen, das kann man nicht leugnen", sagte Guardiola.

Im Kampf um den letzten Top-Vier-Platz neben City, Manchester United und Tottenham hat Liverpool bessere Karten als Chelsea. Der Champions-League-Finalist hat zwei Punkte Vorsprung und empfängt Brighton, Chelsea muss zu Newcastle United. Ein Unentschieden reicht, und Liverpool wäre auch nächstes Jahr in der "Königsklasse".

Das letzte Spiel in der 22-jährigen Regentschaft von Arsene Wenger bei Arsenal findet in Huddersfield statt. Der Aufsteiger hat den Klassenerhalt nach einem 1:1 gegen Chelsea am Mittwoch in London sicher. Das wurde auch ausgiebig gefeiert, auf Wunsch der Mannschaft cancelte der Klub den Rückflug. "Sie wollten im Bus zurückfahren", berichtete der in England und Deutschland begehrte Trainer David Wagner, der seinen Spielern "mehr als ein Bier" zugestand.