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Sport Fußball
11/16/2020

ÖFB-Noten: Zwei Joker wendeten das schlechte Blatt

Schaub und Grbic kamen in eine zerfahrene und schwache Partie und brachten mit ihren Toren den Sieg.

von Alexander Strecha, Andreas Heidenreich

Es war Schonkost, was Österreichs Team gegen Nordirland servierte. Der einzige Leckerbissen war das Resultat, das am Ende dank der Einwechselspieler stimmte.

Pavao Pervan (3): Er berührte als mitspielender Tormann den Ball fast öfter mit dem Fuß als mit den Händen. Kaum geprüft, und beim Gegentor ohne Chance auf eine erfolgreiche Abwehr.

Stefan Lainer (3): Er kam auf seiner rechten Seite nicht wie gewohnt zur Geltung, weil er vor allem in Halbzeit eins viel zu selten aufrückte. Generell hätte er mehr Unterstützung seiner ins Zentrum drängenden Kollegen gebraucht, um mit Doppelpässen den Wall zu überwinden.

Aleksandar Dragovic (3): Sah in seinem 86. Länderspiel rasch die Gelbe Karte, weshalb er wegen einer Sperre am Mittwoch noch nicht sein 87. bestreiten darf. Wurde aus taktischen Gründen in der Pause rausgenommen.

Martin Hinteregger (4): Riskierte wie gewohnt mit vertikalen Pässen durch das Mittelfeld, konnte den Spielaufbau aber nicht wie sonst mitgestalten. Beim Gegentor wirkte er mit Ilsanker kurz indisponiert.

Andreas Ulmer (4): Nach vorne konnte er nur ganz selten echte Akzente setzen, beim Tor der Nordiren hob er die Abseitsstellung des Stürmers auf. Hatte auch schon bessere Tage.

Stefan Ilsanker (4): In der ersten Hälfte im Mittelfeld rackerte er wie gewohnt, dem Spiel nach vorne konnte er keinen Impuls versetzen. Rückte nach der Pause ins Abwehrzentrum, wo er wie Hinteregger beim Gegentreffer zu spät reagierte.

Julian Baumgartlinger (4): Der Kapitän zeigte Laufbereitschaft und Engagement, es unterliefen ihm aber Fehler bei der Suche nach Lücken in der Abwehr des Gegners.

Xaver Schlager (4): Musste zunächst auf der rechten Seite im Mittelfeld auf einer wenig gewohnten Position spielen, dann vermehrt im zentralen Mittelfeld. Bemüht, aber nur wenig wirksam.

Marcel Sabitzer (4): Eigentlich hätte ein Elfmeter an ihn gegeben werden müssen, die wohl auffälligste Szene von Sabitzer. Er suchte Räume und Lücken, wurde wie seine Kollegen lange nicht fündig.

FUSSBALL NATIONS LEAGUE: ÖSTERREICH - NORDIRLAND

David Alaba (4): Agierte laut Papierform auf der linken Seite im Mittelfeld, bewegte sich aber immer wieder ins Zentrum, wo viele Österreicher sich selbst den Raum eng machten. Konnte sich kaum entfalten.

Michael Gregoritsch (4): Kam als Speerspitze zu keiner echten Torchance, vermochte auch die Bälle, die er ins Zentrum bekam, kaum zu binden. Umzingelt von vielen Nordiren, fand er keinen Raum zur Entfaltung. Machte nach einer Stunde für Arnautovic Platz.

Reinhold Ranftl (ab 46./3): Der LASK-Spieler brachte auf der rechten Flanke durchaus Schwung, hatte ein paar gelungene Aktionen.

Marko Arnautovic (ab 62./3): Der China-Legionär spielte 30 Minuten mit Handschuhen, beim Assist zum 2:1 hatte alles Hand und Fuß. Ein Traumpass.

Louis Schaub (ab 78./2): Er kam, sah sich drei Minuten um und traf. Wenngleich aus Abseitsposition. Sein sechster Treffer für Österreich.

Adrian Grbic (ab 78./2): Wie Schaub drehte er die Partie. Zunächst bereitete er das 1:1 vor, dann schoss er Österreich zum Sieg.

 

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