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Sport Fußball
06/10/2021

Noch kein Verein: Alessandro Schöpf nimmt die EM als Sprungbrett

Der 27-Jährige ist mit Schalke in Deutschland abgestiegen und nun auf der Suche nach einem neuen Klub.

von Andreas Heidenreich

Alessandro Schöpf fühlt sich als einer von zwei Tirolern im Nationalteam beim Trainingslager in Seefeld besonders wohl. 50 Kilometer sind es von hier in seine Heimatgemeinde Umhausen im Ötztal. Der 27-Jährige will, nein er muss, die kommende Europameisterschaft dazu nützen, sich in die Auslage zu spielen.

Vor fünf Jahren ist ihm das bereits gelungen. In Frankreich war der technisch starke Offensivspieler nicht nur der einzige Torschütze der Österreicher (beim 1:2 gegen Island), sondern generell so etwas wie der erfrischend aufspielende Shootingstar inmitten mehrerer verunsicherter Österreicher.

"Das ist aber vorbei und fünf Jahre her. Ich habe zwar gute Erinnerungen an die EM 2016, hoffe aber, dass diese EM für uns insgesamt positiver ablaufen wird", sagt Schöpf. Anders als damals braucht der ehemalige Bayern-Nachwuchsspieler auch gute Leistungen, um sich in Szene zu setzen. Sein Vertrag bei Schalke 04 ist abgelaufen. Einen neuen Arbeitgeber gibt es noch nicht.

"Diese Situation ist für mich neu, eine Europameisterschaft ist eine Riesenbühne, ich will einfach täglich Gas geben und dem Teamchef zeigen, dass ich eine Option sein kann. Mehr kann ich nicht beeinflussen." Unbedingt in Deutschland bleiben muss er nicht. "Ich bin offen für alles", sagt der 27-Jährige nach fünfeinhalb Jahren bei Schalke.

Bisher Joker

In den beiden Testspielen gegen England und die Slowakei wurde Schöpf jeweils als Joker eingewechselt. Wegen seiner Schnelligkeit ist der universelle Offensivspieler sicher auch für Sonntag gegen Nordmazedonien eine Option. Die Vorbereitung läuft auf Hochtouren.

"Am Mittwoch haben wir den Fokus im Training auf schnelles Umschalten gelegt", erzählte Schöpf. So wolle man dem Auftaktgegner Schmerzen bereiten. "Wir glauben, dass wir nach Ballgewinnen einfach sehr schnell mit hohem Tempo in die Tiefe spielen müssen."

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