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Sport Fußball
08/15/2019

Niederlage in Zypern besiegelte Europacup-Aus der Austria

EL-Quali: Die Wiener schöpften bei Apollon Limassol nur zu Beginn Hoffnung, verloren am Ende aber klar mit 1:3.

von Harald Ottawa

Es begann schön. Der mit dem 5:1-Erfolg aus Mattersburg mitgebrachte Aufschwung wurde mit einem starken Beginn auch bei Apollon Limassol fortgesetzt. Am Ende folgte statt Spielrausch Katerstimmung. Nach dem 1:2 im Hinspiel verlor die Austria auch auf Zypern und damit die Berechtigung in Europa weiterspielen. Die 1:3-Niederlage brachte das Aus in der 3. Qualifikationsrunde. Und damit keinen erhofften Geldsegen, ein Einzug in die Gruppenphase hätte (bei einem weiteren erfolgreichen K.o.-Duell) 2,9 Millionen Euro Startgeld gebracht – und dies ohne Erfolgsprämien.

Die Austria, bei der Sax wider Erwarten nach seiner Verletzung in der Startelf stand, jedoch eine mäßige Partie ablieferte, startete bei rund 30 Grad mit viel Schwung und Ideen.

Geistesblitz

Nach einem Eckball von Fitz vergab Kapitän Grünwald schon nach zwei Minuten mit einem Schuss nur knapp. Weil die Gastgeber äußerst früh attackierten, schufen sich für die Austria Räume. Der Führungstreffer in der 18. Minute fiel aber aus einem gefinkelten Freistoß: Fitz lief in den Strafraum, die Zyprier verfolgten den Youngster, währenddessen hob Grünwald den Ball auf Maudo Jarjué, der diesen per Kopf im Tor von Keeper Mall versenkte.

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Die Gastgeber kamen in der Folge zu drei mittelprächtig gefährlichen Schüssen, die aber keine Gefahr für Tormann Lucic darstellten. Das spielerische Element ging in der Folge etwas verloren, Fitz kam zu einer Tormöglichkeit, wurde aber im letzten Moment geblockt. Auf der anderen Seite patzte Jarjué, Gakpé konnte aber nicht profitieren.

Geschenke

Abgesehen von wenigen individuellen Fehlern ließ die Austria nicht viel zu. Umso blöder dann der Gegentreffer. Gianniotas fällt nach einem Zweikampf mit Jarjué hin, Serge Gakpé, schon in Wien Torschütze zum 2:1, nützte das Elfergeschenk.

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Ein Geschenk war auch der zweite Treffer der Zyprer. Diego Aguirre tankte sich auf der linken Seite durch, seinen Pass in die Mitte lenkte Unglücksrabe Handl ins eigene Tor ab. Damit waren die Chancen der aufopfernd kämpfenden und gut eingestellten Violetten auf ein Minimum gesunken. Zumindest musste die Austria jetzt alles nach vorne werfen, die Gastgeber blieben aber ruhig, arbeiteten konzentriert in der Defensive und ließen nicht viel zu.

Zerfall, Teil 2

Ganz im Gegensatz zur Austria. Der Grieche Giannis Gianniotas konnte mit dem Ball spazieren gehen, und obendrein auch noch Lucic mit einem abgefälschten Schuss bezwingen. Nach 67 Minuten war klar: Die Austria zerfiel langsam. Wie schon im Hinspiel war auch in Nikosia (das Stadion in Limassol ist nicht UEFA-tauglich) die Luft bei der Austria nach einer Stunde draußen. Es war offensichtlich, dass sich die Elf von Trainer Christian Ilzer nach Rückschlägen kaum erholt.

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Die Befreiungsschläge vorne waren harmlos. Nach einem Zuspiel von Klein vergab Grünwald per Kopf. Jeggo hätte noch einmal eine gute Einschussmöglichkeit gehabt, der Ball landete aber irgendwie im Torout. Am Ende durfte bei den Gastgebern der im Hinspiel gesperrte Topstürmer Emilio Zelaya (fünf Tore im laufenden Bewerb) noch einlaufen.