David Alaba

© REUTERS/LEONHARD FOEGER

Nationalteam
10/12/2015

Der Feiertag nach der Reifeprüfung

70.000 wollten das Spiel gegen Liechtenstein in Wien sehen.

von Günther Pavlovics

Österreichs Nationalteam lässt die Fans feiern. Der Höhenflug der rot-weiß-roten Kicker hat den Nebeneffekt, dass für das Heimspiel gegen Liechtenstein am Montag (18 Uhr/live ORFeins) eine Nachfrage nach rund 70.000 Tickets bestand. Die Partie gegen das Fürstentum ist jedoch ausverkauft – so wie es auch die anderen beiden Heimspiele 2015 (gegen Bosnien und Moldawien) waren. Es bedarf keines Hellsehers, dass auch das vierte und letzte Heimspiel dieses Jahres ausverkauft sein wird: Österreich testet am 17. November gegen die Schweiz, am Dienstag beginnt der Vorverkauf, die Kartenpreise liegen zwischen acht und 40 Euro. Erhältlich sind die Tickets unter www.oefb.at/ tickets oder über die ÖFB-Ticket-Hotline unter (01) 96 0 96 555. Die Bestellung ist ausschließlich telefonisch oder via Internet möglich.

Nur vier Heimspiele – das bringt dem ÖFB nicht so viele Einnahmen. Zumal ja das Team bei einem Sieg gegen Liechtenstein 28 von 30 möglichen Punkten holen kann. Und das kommt den ÖFB punkto Prämien nicht billig. Kapitän Christian Fuchs: "Wir haben Historisches geschafft, was sich in der Zukunft auch noch auszahlen wird. Da kann man schon über den Schatten springen." Der Erfolgslauf zahlt sich für jeden einzelnen Teamspieler aus, denn das Geld wird unabhängig von den Einsatzminuten auf alle aufgeteilt. Christian Fuchs ist Kapitän und sitzt im Mannschaftsrat: "Jeder ist wichtig für den Erfolg, jeder haut sich in jedem Training auch voll rein. Es wäre unsinnig, da einen Unterschied zu machen. Auch das ist eine Qualität von uns."

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Der viel beschworene Teamgeist wird auch finanziell gelebt. Und es hätte ruhig auch mehr sein können. Fuchs: "Ich Nachhinein tut es weh, dass wir gegen Schweden daheim nur 1:1 gespielt haben." Das soll nicht überheblich klingen. "Aber das ist der Ehrgeiz, der im Team ist."

Party ohne Scouts

Daher ist auch der Plan von Fuchs und seinen Kollegen für das Spiel gegen Liechtenstein am Montag: "Wir werden auf Sieg spielen, danach feiern und mit den Fans einen schönen Abend verbringen." Die Party werden internationale Beobachter auslassen, die Scouts machen einen Bogen um das Spiel der qualifizierten Österreicher gegen Liechtenstein. Anders die Stimmung im Land: Kanzler, Vizekanzler und weitere sechs Minister werden im Stadion sein, dazu kommen noch drei Landeshauptmänner.

Dass gerade Liechtenstein den Partyschreck gibt, ist unwahrscheinlich: Österreich hat alle sieben Spiele gegen das Fürstentum gewonnen. Das einzige Gegentor erzielte Mario Frick, der heute mit 41 Jahren sein 125. und letztes Länderspiel für Liechtenstein bestreitet.

Teamchef Marcel Koller bereitete seine Spieler gestern Nachmittag auf Liechtenstein vor, am Abend gab es dann das Abschlusstraining. "Das Trainerteam muss die Spieler motivieren, in jedem Spiel alles aus sich herauszukitzeln", sagt der Schweizer. Aber er nimmt auch die Spieler in die Pflicht: "Sie müssen den Hunger haben, das zu erreichen, was dir später in Erinnerung bleibt, was Gänsehaut bringt – Spiele gewinnen und Titel holen."

Der Rekord und der mögliche Vorstoß unter die besten zehn in der FIFA-Weltrangliste sind Marcel Koller egal: "Das hat in der Vorbereitung auf das Spiel nichts zu suchen. Das ist nur im Nachhinein schön anzuschauen."

Der Erfolgslauf des Teams in Zahlen

Auswärtsstärke

Das 3:2 am Freitag in der EM-Qualifikation in Podgorica gegen Montenegro bedeutete den siebenten Auswärtssieg in Folge (letzte Niederlage am 11. Oktober 2013, 1:2 in Schweden). Das hat noch kein österreichisches Team geschafft.

Pflichtspielstärke

Das 3:2 am Freitag in der EM-Qualifikation in Podgorica gegen Montenegro war der achte Pflichtspiel-Sieg in Folge (war noch nie da) und das zehnte Bewerbsmatch nacheinander ohne Niederlage (Rekord: zwölf von 1931 bis 1934).

Offensive Stärke

Die Österreicher erzielten in den letzten 18 Länderspielen immer zumindest ein Tor. Die letzte Nullnummer der österreichischen Offensive gab es am 6. September 2013 beim 0:3 gegen Deutschland. Der Rekord: 22 von 1954 bis 1956.

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