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Sport | Fußball
08/15/2019

Salzburg ade: Samassekou wird Hoffenheims Rekordtransfer

Diadie Samassekou verlässt den Doublesieger Richtung deutsche Bundesliga. Er ist der teuerste Hoffenheim-Transfer.

Titelverteidiger Salzburg muss den nächsten Topspieler ziehen lassen. Mittelfeldmotor Diadie Samassekou, der seit Sommer 2015 in Salzburg ist, stellt sich einer neuen Herausforderung und wechselt mit sofortiger Wirkung zur TSG 1899 Hoffenheim in die deutsche Bundesliga. Dort unterschreibt er einen 5-Jahres-Vertrag

Hoffenheim soll für den 23-jährigen Mittelfeldspieler eine Ablösesumme von rund 15 Millionen Euro überwiesen haben. Dazu kommen noch Bonuszahlungen. Damit ist Samassekou der teuerste Neueinkauf der Hoffenheimer. Bislang war dies Andrej Kramaric (elf Millionen). Ob Salzburg einen Ersatz für den 23-Jährigen holt, ist noch unklar. Personelle Alternativen gibt es im Kader eigentlich genug.

Im Sommer 2018 sollen unter anderem Olympique Lyon und AS Roma an dem für sein umsichtiges Passspiel bekannten Samassekou interessiert gewesen sein, damals noch soll Salzburg ein Veto eingelegt haben. Nun aber war es soweit, die seit Monaten kolportierten Gerüchte erwiesen sich als wahr. "Für uns war klar, dass er irgendwann seinen Weg gehen und den Schritt in eine der Top-Ligen Europas machen wird", erklärte Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund. "Wir sind stolz, dass er so lange bei uns war und den Klub mit seiner vorbildlichen und positiven Art - auf dem Platz und auch außerhalb - maßgebend mitgeprägt hat."

Spannend und vielversprechend

Für Alexander Rosen, Direktor Profifußball bei Hoffenheim, ist der Rekordeinkauf der TSG "extrem spannend und vielversprechend. Er verfügt über ein enormes Potenzial und blickt trotz seines Alters bereits auf einen erheblichen Erfahrungsschatz an internationalen Einsätzen zurück. Einen solch hoch veranlagten Spieler mit dieser Power und Spielintelligenz zu diesen Rahmenbedingungen an uns binden zu können, erfüllt uns mit großer Freude und auch einer Portion Stolz", erklärte Rosen.

"Ich bin als ein Kind nach Salzburg gekommen und gehe als Mann", betonte Samassekou, der nach seinem Einsatz beim Afrika-Cup in der laufenden Saison nur ein Spiel für Salzburg bestritt. "Hier habe ich gelernt, was es heißt, ein Profi zu sein. Jetzt hatte ich das Gefühl, dass es Zeit für mich ist, in einer großen Liga zu spielen, in der ich noch mehr lernen kann." Mit Salzburg absolvierte der neunfache malische Teamspieler 134 Pflichtpartien, holte drei Meister- und zwei Cuptitel und erreichte 2018 das Halbfinale der Europa League.

Im Sommer 2019 ist Samassekou nach Xaver Schlager, Munas Dabbur, Stefan Lainer, Hannes Wolf und dem ablösefreien Fredrik Gulbrandsen bereits der sechste Stammspieler der Vorsaison, der Salzburg den Rücken kehrt. Er reiht sich auch nahtlos in die Galerie jener "Bullen" ein, die von den Salzburgern jung und hochtalentiert nach Österreich geholt wurden, um die Bundesliga schließlich für stattliche Transfererlöse zu verlassen. So sind Naby Keita, Sadio Mane, Amadou Haidara, Duje Caleta-Car oder Dayot Upamecano nach einer Zwischenstation in Salzburg inzwischen in einer der europäischen Topligen engagiert.