Liga-Abbruch? Nicht nur die Austria würde vor dem Ende stehen

Liga-Abbruch? Nicht nur die Austria würde vor dem Ende stehen
Ohne Geisterspiele fürchtet Austria-AG-Boss Kraetschmer das Aus für viele Klubs: „Das Modell bricht zusammen.“

Der 1. Mai wurde für die Vereine der österreichischen Fußball-Bundesliga zum Tag des blanken Entsetzens. Viele bangen um ihre Existenz, denn seit Donnerstagabend scheinen sogar die sogenannten Geisterspiele ein ferner Spuk zu sein. Durchaus möglich, dass die aktuelle Saison abgebrochen werden muss.

Die Bundesliga hatte ein Konzept erarbeitet, das mit Sport- und Gesundheitsministerium besprochen wurde. Dieses sah vor, dass bei positiven Corona-Tests nur die betroffene Person isoliert und seine engsten Kontaktpersonen sofort getestet werden. Das Gesundheitsministerium will aber sämtliche Kontaktpersonen isolieren, das wären etwa nach einem Spiel beide betroffenen Mannschaften.

Für Liga-Vorstand Christian Ebenbauer ist das ein „Damoklesschwert“. Falls dieser Fall eintritt, müssten die zwei Teams zwei Wochen aussetzen, die Saison müsste unterbrochen, wenn nicht gar abgebrochen werden.

Ob die Meisterschaft fertig gespielt wird, steht somit in den Sternen. Und damit auch die ausstehenden TV-Gelder. Was passiert mit Liga und Klubs, wenn abgebrochen wird – wie in Frankreich schon geschehen? „Dann bricht das Modell in sich zusammen“, bringt es Austria-AG-Vorstand Markus Kraetschmer auf den Punkt. Er meint damit den Profimannschaftssport. „Im Prinzip sind alle Mannschaftssportarten in Gefahr.“

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