Ramazan Özcan nimmt in Leverkusen die Rolle des Zweier-Torhüters ein.

© DIENER/EM

Fußball
08/03/2016

Legionäre: Österreichs Torhüter oft nur Bankdrücker

Neben Alexander Manninger oder Ramazan Özcan gibt es nur wenige Keeper, die im Ausland Fuß fassen können.

von Stefan Berndl

Österreichs Fußballer erfreuten sich in den letzten Jahren im Ausland stetig steigender Beliebtheit. Vor allem in Deutschland, aber auch in England. So sorgte erst vor Kurzem Goalie Alexander Manninger mit seinem Wechsel zu Liverpool für Schlagzeilen. Österreichische Torhüter-Legionäre sind jedoch mittlerweile zu einer Rarität geworden. Aktuell ist es bloß ein knappes Dutzend, das in Europas Profi-Ligen engagiert ist.

Neben Manninger steht auch Daniel Bachmann bei einem Premier-League-Klub unter Vertrag. 22 Jahre jung, seit 2011 bei Stoke City. In der ersten Mannschaft hat der gebürtige Wiener allerdings drei andere Torhüter vor sich. Im Gegensatz zu Bachmann hat Robert Olejnik seinen Stammplatz sicher. Das allerdings auch drei Spielklassen darunter: Olejnik ist seit 2003 auf der Insel aktiv, aktuell hütet er für Exeter City das Tor. In der abgelaufenen Saison musste er in 53 Spielen 75 Gegentreffer einstecken.

Özcan zu Leverkusen

Jener Mann mit dem höchsten Marktwert ist aber Ramazan Özcan, der 1,25 Millionen Euro wert ist. Der 32-Jährige wurde in den letzten beiden Spielzeiten bei Ingolstadt zum Leistungsträger und geriet infolgedessen ins Blickfeld größerer Klubs. Was folgte, war der Wechsel zu Bayer Leverkusen. Özcan wird dort als Zweier-Goalie agieren und hofft auf Einsätze in der Champions League.

Deutlich schlechtere Aussichten hat Heinz Lindner: Der 26-Jährige kommt bei Frankfurt nicht über die Reservisten-Rolle hinaus. Letzte Saison gab es nur einen Einsatz im DFB-Cup.

In der zweiten deutschen Bundesliga sind drei Österreicher genannt: Jörg Siebenhandl, Marco Knaller und Samuel Sahin-Radlinger. Davon gilt jedoch nur Knaller, der seit 2013 bei Sandhausen aktiv ist, als Fixstarter. Radlinger konnte bei Hannover nie wirklich Fuß fassen. In der Saison 2015/’16 kam er in der Regionalliga zum Einsatz.

Schweden und Finnland

Doch es muss nicht immer Deutschland oder England sein – auch in Skandinavien gibt es Mannschaften, die auf österreichische Schlussmänner bauen. Da ist etwa Michael Langer. Der 31-Jährige wechselte erst vor Kurzem zum schwedischen Meister Norrköping.

Nach Finnland, zum Kuopion PS, ging es hingegen für Johannes Kreidl. Der 20-Jährige kam Anfang 2016 von der Hamburger Reserve und bereits auf 21 Einsätze.

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