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05.04.2018

Lazios Leistungsträger: Die neuen Säulen der Ewigen Stadt

Star-Check: Auf welche Lazio-Spieler die Salzburger im Viertelfinale besonders Acht geben sollten.

Just in jenes Stadion, in dem Salzburg das erste Europa-League-Spiel überhaupt bestritten hat, kehrt Österreichs Serienmeister heute im ersten Europa-League-Viertelfinale der Klubgeschichte gegen Lazio zurück (21.05 Uhr, live Puls4, Sky ).

Auf das 2:1 im altehrwürdigen römischen Olympiastadion gegen den heutigen Gegner folgten 55 weitere Europa-League-Spiele, in denen immerhin 28 weitere Siege gelangen und von denen nur 15 verloren wurden.

Von jener Elf, die in Rom vor achteinhalb Jahren gewann, sind bei Salzburg mit Andreas Ulmer und Christoph Leitgeb noch zwei Spieler im Kader. Bei Lazio steht nur mehr Stefan Radu unter Vertrag. Der rumänische Verteidiger fiel zuletzt mit Knieproblemen aus, soll heute aber wie Ulmer dabei sein.

Der KURIER stellt die interessantesten Spieler des Fünften der Serie A vor ...

Ciro Immobile Es gibt Stürmer, die treffen nur in einer Liga. Der Italiener gehört zu dieser Kategorie. In der deutschen Bundesliga floppte er bei Dortmund genauso wie in der spanischen Primera División beim FC Sevilla. In der Serie A fühlt sich der 28-Jährige hingegen wohl. Schon bevor er bei der Borussia vergeblich versuchte, den zu Bayern abgewanderten Robert Lewandowski adäquat zu ersetzen, war Immobile 2013/’14 italienischer Torschützenkönig – ein Kunststück, das er diese Saison wiederholen könnte: Mit 26 Saisontoren ist er derzeit der torgefährlichste Spieler der Serie A. „Ciro ist ein Champion. Wir sind sehr glücklich mit ihm“, sagt Lazio-Trainer Simone Inzaghi über seinen Stürmerstar.

Sergej Milinkovic-Savic Zlatko Junuzovic, Valentino Lazaro, Michael Gregoritsch oder Marcel Sabitzer lernten beim GAK das Fußballspielen. Der derzeit begehrteste ehemalige Nachwuchsspieler der Grazer ist ein Lazio-Legionär: Sergej Milinkovic-Savic. Der 23-jährige Sohn von GAK-Meisterkicker Nikola Milinkovic wird mit Real, Manchester United, PSG, Liverpool und Chelsea in Verbindung gebracht. Allerdings steht der 1,91 m große Mittelfeldspieler noch bis 2022 bei den Römern unter Vertrag. Auch das macht den Serben teuer. Im Sommer sollen laut Medien 100 Millionen Euro Ablöse fällig sein. „Sergej hat eine großartige Zukunft vor sich“, prophezeit sein Trainer.

NaniDer Portugiese sollte einst bei Manchester United in die Fußstapfen seines Landsmanns Cristiano Ronaldo treten. Wirklich ganz gelungen ist das dem Europameister von 2016 zwar nie, aber immerhin spielte er sieben Jahre für Englands Rekordmeister, in denen er auch sieben große Titel holte. Seit er 2014 die Premier League verlassen hat, wird Nani herumgereicht wie ein Wanderpokal. Auf eine Saison bei seinem Stammklub Sporting – beim Klub aus Lissabon war auch Ronaldo ausgebildet worden – folgten zwölf Monate bei Fenerbahce. Im Juli 2016 kaufte ihn dann Valencia, im August 2017 folgte der leihweise Wechsel nach Rom. Auch bei Lazio ist Nani kein Stammspieler. In 21 Kurzeinsätzen kam er aber immerhin auf sechs Scorerpunkte.

Stefan de Vrij Auch der 26-jährige Niederländer wird als heiße Transferaktie gehandelt. Immerhin läuft der Vertrag des Verteidigers bei Lazio im Sommer nach vier Jahren aus. Im Februar zogen die Römer nach monatelangen Verhandlungen ihr Verlängerungsangebot zurück. „Es gibt für alles ein Limit“, begründete Lazio-Manager Igli Tare den Schritt. Die Verhandlungen sollen abgebrochen worden sein, weil das Management des niederländischen Teamspielers auf eine Ausstiegsklausel in Höhe von 25 Millionen Euro bestanden haben soll.

Marco ParoloDas Internetportal laziopress.it bezeichnete ihn als „Säule von Lazio“. Der 33-jährige zentrale Mittelfeldspieler vereint so alle Attribute in sich, die normalerweise im Überbegriff „wertvoll“ zusammengefasst werden. 3273 Spielminuten hat der Spätberufene diese Saison bereits in den Beinen. Nur Torhüter Thomas Strakosha kam bei Lazio auf noch mehr Einsatzminuten. Parolo musste sich in seiner Karriere von der Serie C1, der dritten italienischen Liga, hinaufkämpfen. Erst mit 25 Jahren war Parolo oben angekommen, spielte erstmals in der Serie A. Seit 2014 ist er Stammkraft bei Lazio und kommt mittlerweile auch regelmäßig im italienischen Nationalteam zum Einsatz.