Sport Fußball
03/27/2019

Kultiger Pfeffer-Sager: "Hoch werd’ ma’s nimmer g’winna"

Galgenhumor: Wie Anton Pfeffer in Valencia für ein verbales Highlight sorgte.

von Günther Pavlovics

Anton Pfeffer wurde in Valencia unsterblich. "Hoch werd’ ma’s nimma g’winna", sagte der mittlerweile 43-jährige ehemalige Teamverteidiger in der Pause beim Stand von 0:5. Der Niederösterreicher verabschiedete sich in Valencia mit diesem Sager und seinem 63. Spiel vom Team.

KURIER: Werden Sie ab und zu noch an Valencia erinnert?

Anton Pfeffer: Es gibt öfters Berührungspunkte. Wenn man sich ein unterklassiges Spiel anschaut und es steht 4:0 oder 5:0, hört man im Publikum ab und zu den Spruch.

Das war Ihr persönlicher Beitrag zu diesem Spiel. Wie ist es zu diesem legendären Sager gekommen?

Ich habe dem ORF vor dem Spiel ein Flashinterview versprochen. Als kurz vor der Pause das 0:5 gefallen ist, habe ich mir kurz gedacht: "Was sag’ ich denn jetzt?" Und dann hat mir der Interviewer noch eine komische Frage in dieser Situation gestellt, so in der Richtung, was sich denn in der zweiten Hälfte denn noch ändern wird. Als ich dann diese Antwort gegeben habe, war ich selber von meiner Schlagfertigkeit überrascht.

Die Fans in Österreich waren gespalten. Für die einen war es eine Frechheit, andere fanden es super. Und wie war’s für Sie?

Ich kann damit leben. Für mich war es jedenfalls ein denkwürdiges Spiel, das eine unglaubliche Eigendynamik hatte. Die Spanier haben alles getroffen, und wir konnten nicht reagieren. Die Spanier wollten uns zerstören. Als zehn Minuten vor Schluss das 0:9 gefallen ist, haben wir noch mehr gekämpft und gebissen - damit wir nicht noch ein zehntes Tor bekommen.

Das 0:9 ist denkwürdig genug.Wie ist es passiert?

Wir sind nach Spanien geflogen und waren uns sicher, dass wir zumindest einen Punkt holen. Wir waren 18. in der Weltrangliste, haben auf Zypern 3:0 gewonnen, wo die Spanier 2:3 verloren hatten. Auch wenn der Teamchef gewarnt hat, waren wir nicht hundertprozentig bei der Sache.

War das die größte Pleite Ihrer Karriere?

Färöer durfte ich ja auslassen, weil Hickersberger keinen Austrianer nominiert hat. Valencia war jedenfalls meine letzte Pleite, denn es war mein letztes Spiel im Naitonalteam.

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