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Sport Fußball

Kein LASK-Einspruch: Wie der Bundesliga ein Eklat erspart bleibt

Wegen einer Falschinformation der Liga setzte der LASK gegen Salzburg keine Kooperationsspieler ein. Der Meister tat es doch.

03/05/2022, 02:38 PM

Wegen eines Corona-Clusters beim Meister war der Bundesliga-Schlager zwischen dem LASK und Salzburg vom vergangenen Sonntag auf Mittwoch verschoben worden. Laut eines Berichts der Oberösterreichischen Nachrichten hatten die Linzer im Vorfeld des Nachtragsspiels bei der Bundesliga angefragt, ob es möglich sei, fĂŒr das Spiel am Mittwoch Kooperationsspieler zu nominieren, die bereits in der selben Runde am Tag zuvor bei Kooperationsverein Juniors Oberösterreich zum Einsatz gekommen seien. Dabei dĂŒrfte es um den zweiten TorhĂŒter des LASK, Tobias Lawal, gegangen sein.

In einer schriftlichen Antwort verneinte die Bundesliga, weshalb bei den Linzern der dritte TorhĂŒter Thomas Gebauer auf der Bank Platz nahm. Pikanter Weise kamen im selben Spiel bei Gegner Salzburg sogar zwei Spieler zum Einsatz, die am Freitag bei Kooperationsklub FC Liefering in der 2. Liga gespielt hatten. Dabei handelte  es sich um Amankwah Forson und Daouda Guindo. Letzter stand beim 1:1 in Pasching sogar in der Startelf.

"Bedauerlicherweise hat ein Mitarbeiter auf Anfrage des LASK fĂ€lschlicherweise bestĂ€tigt, dass Kooperationsspieler nicht einsatzberechtigt seien. DafĂŒr hat sich die GeschĂ€ftsstelle beim LASK entschuldigt", heißt es von Seiten der Bundesliga. Von einem Protest sahen die Linzer schließlich ab.

LASK-Anwalt Johannes Lehner sagt: "Aus meiner Sicht hat ein Protest gegen die Beglaubigung ein absolut berechtigtes Interesse. Aus GrĂŒnden des Fair-Play und des Respekts gegenĂŒber den anderen betroffenen Vereinen hat sich der LASK aber dagegen entschieden. Es sollen nicht andere Vereine letztlich einen Nachteil aus einer Fehlauskunft erleiden. Das Ă€ndert nichts daran, dass der LASK benachteiligt wurde."

Durch das Remis verpassten die Linzer schließlich endgĂŒltig die Chance, doch noch in die Meistergruppe der Top-6 einzuziehen. Ein Protest gegen die Beglaubigung des Resultats hĂ€tte so kurz vor der Liga- und Punkteteilung noch fĂŒr ein Ă€ußerst unangenehmes Verfahren aus Sicht der Liga sorgen können.

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