Sport | Fußball
08.11.2018

In der Gruppe sind die Salzburger besonders stark

Österreichs Serienmeister könnte gegen Trondheim schon den Aufstieg fixieren - zum bereits sechsten Mal.

Die Aufstiegsrechnung ist einfach: Sollte Salzburg heute Abend mehr Punkte im Auswärtsspiel bei Rosenborg Trondheim (21 Uhr, live Puls4, DAZN) machen als Celtic Glasgow im Parallelspiel zu Hause gegen Leipzig, wäre Österreichs Meister schon nach dem vierten Gruppenspiel fix im Sechzehntelfinale. Aus eigener Kraft können es die Salzburger trotz der bisher makelloser Bilanz aber noch nicht schaffen.

Es wäre bei der achten Teilnahme schon das sechste Mal, dass der Europa-League-Starter die Gruppenphase überstehen würde. Nur 2010 und 2016 hat es nicht geklappt. Der KURIER wirft einen Blick zurück:

- 2009: In der ersten Europa-League-Saison war die Lage unter Trainer Huub Stevens ähnlich wie in der aktuellen: Salzburg hatte gar die ersten vier Spiele gewonnen und benötigte im Heimspiel gegen Lazio Rom einen Punkt. 26.000 Fans sahen einen blendend aufgelegten Somen Tchoyi, der zwölf Minuten vor Schluss zum 2:1-Heimsieg traf. „Eindrucksvoll. Souverän. Begeisternd. Reif“, urteilte der KURIER.

- 2011: Enger war es bei der dritten Teilnahme: Salzburg, trainiert von Ricardo Moniz, brauchte im letzten Gruppenspiel bei Slovan Bratislava einen Sieg, um sich im Fernduell mit PSG durchzusetzen, da die direkten Duelle dank eines in Paris geschossenen Tores für Red Bull sprachen. 1000 mitgereiste Fans mussten zittern – nach sechs Minuten lag Salzburg nach katastrophalen Abwehrfehlern 0:2 zurück. Aber Jantscher (Elfmeter) und Leonardo glichen vor der Pause aus. Ein Eigentor reichte für den Aufstieg. „Ein Krimi als Weihnachtsmärchen“, titelte der KURIER nach dem 3:2-Sieg.

- 2013: Souverän marschierte Salzburg unter Trainer Roger Schmidt durch die Gruppenphase. Schon im vierten Spiel wurde mit einem 3:1 bei Standard Lüttich der Aufstieg fixiert. Es war ein sehenswertes Spiel mit tollen Toren, der Fallrückzieher von Alan zum Endstand wurde danach ins Ranking „60 Great UEFA Goals“ aufgenommen.

- 2014: Auch unter Schmidt-Nachfolger Adi Hütter war nach dem vierten Spiel alles geklärt: Bei Dinamo Zagreb wurde souverän gewonnen. „Im Schongang zum Aufstieg“, titelte der KURIER nach dem 5:1-Kantersieg.

- 2017: Vor einem Jahr hatte es Salzburg nach zwei Siegen (gegen Marseille und in Konya) und zwei Remis (in Guimarães und gegen Konyaspor) im letzten Heimspiel gegen Vitoria in der eigenen Hand. Das Team von Trainer Marco Rose ließ sich nicht bitten: Dabbur, Ulmer und Hwang trafen beim 3:0 gegen die Portugiesen.