© REUTERS/KAI PFAFFENBACH

Sport Fußball
06/24/2020

Heute vor 6 Jahren: Als Stürmer-Star Luis Suarez kräftig zubiss

Der Goalgetter aus Uruguay verewigte sich in der Schulter von Italiens Giorgio Chiellini. Es war nicht das erste Mal, dass Suarez Zähne zeigte.

von Christoph Geiler

Wenn Luis Suarez einmal die Karriere beenden sollte, dann wird man sich nicht nur an seine vielen spektakulären Tore in den Trikots von Ajax Amsterdam, FC Liverpool und FC Barcelona erinnern. Der Goalgetter aus Uruguay hat vor allem als Beißer Berühmtheit erlangt und sein Name wird stets mit den unrühmlichen Aktionen in Verbindung gebracht werden, in denen Luis Suarez die Zähne fletschte und sich allzu leidenschaftlich in seine Gegenspieler verbiss.

Giorgio Chiellini war das berühmteste Opfer von Luis Suarez. Der italienische Starverteidiger machte am 24. Juni 2014 bei der WM in Brasilien schmerzhafte Bekanntschaft mit den Zähnen des südamerikanischen Angreifers. Als im letzten Gruppenspiel plötzlich Chiellini und Suarez im Strafraum mit schmerzverzerrten Gesichtern zu Boden gingen, dachten zuerst alle an eines dieser typischen und handesüblichen Duelle zwischen Verteidiger und Stürmer. Suarez hielt sich den Mund, Chiellini die Schulter.

Aufklärung sollten erst die Zeitlupenbilder bringen. Und dabei war deutlich zu erkennen, dass Luis Suarez im Infight kurzerhand zugebissen hatte. So entsetzt Giorgio Chiellini damals über das Verhalten seines Gegenspielers war, so sehr zeigt er mittlerweile Verständnis für die Biss-Attacke von Suarez. "Bosheit ist Teil des Fußballs, ich würde es nicht als illegitim bezeichnen", ist im Buch "Io, Giorgio" zu lesen, der Autobiografie des Juve-Verteidigers. "Um ehrlich zu sein, ich bewundere seine Gerissenheit."

Wiederholungstäter

Giorgio Chiellini war keineswegs das erste Opfer von Luis Suarez. Der heute 33-jährige Stürmer ist ein Wiederholungstäter und hat im Laufe seiner Karriere schon mehrere Bissspuren hinterlassen. Otman Bakkal kann ein Klaglied davon singen. 2010 waren sich der Mittelfeldspieler von PSV Eindhoven und Suarez während einer Spielunterbrechung zu nahe gekommen. Nach einem Wortgefecht biss der damalige Ajax-Stürmer Bakkal in die Schulter und wurde für sieben Spiele gesperrt.

2013 fletschte Luis Suarez dann auch in der Premier League die Zähne. Im Trikot von Liverpool biss er Chelsea-Verteidiger Branislav Ivanovic und löste mit seinem Verhalten im Mutterland des Fußballs große Empörung aus. Sogar der damalige britische Premierminister David Cameron meldete sich zu Wort und forderte eine angemesse Strafe. Suarez wurde schließlich für zehn Partien gesperrt.

Die Attacke gegen Chiellini bei der WM 2014 war die letzte dieser Art. Danach gelobte Luis Suarez Besserung, den Vorfall mit dem Italiener spielte er in einer Aussendung herunter. Eine Verkettung unglücklicher Umstände hätte diesen Biss verursacht.  „Die Wahrheit ist, dass mein Kollege Chiellini bei seiner Kollision mit mir das physische Ergebnis eines Bisses erlitten hat", schrieb Suarez in einer Aussendung.

Für den Biss wurde der Stürmerstar übrigens für vier Monate gesperrt und erhielt zudem eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Schweizer Franken.

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