Sport Fußball
03/21/2020

Heute vor 36 Jahren: Falscher Elferpfiff beendet Sturms Europacup-Traum

Erst im Viertelfinale wurden die Grazer unsanft gegen den damaligen englischen Spitzenklub Nottingham gestoppt.

von Harald Ottawa

In der Saison 1983/1984 sorgte Sturm Graz im UEFA-Cup für Furore. Erst ein mehr als umstrittener Elferpfiff sorgte im Viertelfinale für das Ende aller Träume. Sportul Bukarest, Hellas Verona, ein Jahr später italienischer Meister,  und Lok Leipzig hatten die Steirer bereits  eliminiert. Ehe im Viertelfinale das damalige englische Spitzenteam wartete.

Trainer  Gernot Fraydl schneiderte  auch gegen die Briten ein maßgeschneidertes Konzept. Am 7. März bestand Sturm die Prüfung im City Ground von Nottingham mit einem Sehr Gut. Nach einem 0:0 zur Pause gelang Paul Hart erst in Minute 70 das einzige Tor für die Gastgeber, Rudolf  Schauss rettete in Minute 87 nach einem Kopfball von Chris Fairclough auf der Linie. Das 0:1 war ein brauchbares Resultat für das Rückspiel in Graz.

Fan-Ansturm

Für das Heimspiel wurden besondere Vorkehrungen getroffen.  Zusatztribünen an der Liebenauer Nordkurve wurden errichtet. Am 21. März 1984 startete das Fußballfest vor 22.000 Zusehern im Bundesstadion Liebenau, 1.000 englische Fans füllten die Südkurve.

Schiedsrichter Romualdas Yushka aus der damaligen Sowjetunion führte die beiden Teams auf das Feld. Für Sturm liefen unter anderem Walter Saria, Bozo Bakota, Peter Huberts, Andy Pichler und Walter Hörmann auf. Die Grazer hatten einige gute Möglichkeiten, kurz vor der Pause jubelte  Liebenau. Nach einem Doppelpass von Bakota und Gernot Jurtin, wurde Ersterer in der 44. Minute gefoult – und Bakota verwandelte den Elfer zum 1:0.

Alles wieder offen.

Entsetzen in Graz

In der zweiten Hälfte drängte Nottingham, Zvonko Breber rettete für Sturm auf der Linie.  In der Verlängerung hatten beide Teams Chancen.  In der 114. Minute flog Sturm aus allen Träumen: Hörmann ging in ein Kopfballduell mit Steve Hodge, der Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeterpunkt. Großes  Entsetzen in Liebenau, Colin Walsh machte den Ausgleich. Das gellende Pfeifkonzert änderte nichts am Aus für Sturm. ORF-Kommentator Robert Seeger zertrümmerte damals  seinen Kopfhörer, Schiri Yushka erhielt Polizeischutz. Neben dem SK Sturm schieden an diesem Abend auch der SK Rapid Wien (gegen Dundee United) und der FK Austria Wien (gegen Tottenham Hotspur) aus.

Die Aufstellungen

Sturm Graz: SariaSchauss, Pichler, Steiner, Feirer;  Breber, Huberts (60. Thonhofer), Hörmann;  Bakota, Szokolai, Jurtin.
Nottingham Forest: Van Breukelen;  Andersen, Fairclough, Hart, Swain;  Bowyer, Thijssen, Hodge;  Birtles, Davenport, Ualsh.

Tore: 1:0 Bakota (44./Foulelfer)
1:1 Walsh (114./Foulelfer)

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