Guardiola will in England arbeiten

Pep Guardiola
Foto: AP/MANU FERNANDEZ Pep Guardiola zieht es in die Wiege des Fußballs.

Der mit Bayern in Verbindung gebrachte Coach ist von englischem Fußball fasziniert.

Josep Guardiola hat erstmals öffentlich erkennen lassen, dass seine Zukunft in der englischen Premier League liegen könnte. In einer Video-Botschaft anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des englischen Fußball-Verbandes lobte der frühere Barcelona-Coach den Insel-Kick in höchsten Tönen. "Als Spieler ist mein Traum von einem Engagement in England nicht in Erfüllung gegangen. Aber ich hoffe, dass ich in Zukunft hier als Trainer arbeiten kann", sagte der bald 42-Jährige.

Guardiola ist offenbar vom Flair des englischen Fußballs fasziniert. "Ich will die Fans spüren, die Medien, den eigenen Spielstil, das ganze Rundherum", erklärte der Spanier, der als heißeste Aktie auf dem internationalen Trainermarkt gilt.

Interessentenschlange

Laut Medienberichten sollen Manchester City, Chelsea und Manchester United Interesse an einer Verpflichtung des ehemaligen spanischen Internationalen haben. Auch Bayern München und der AC Milan buhlen angeblich um Guardiolas Unterschrift.

Der Star-Trainer verließ Barcelona nach der vergangenen Saison und befindet sich mit seiner Familie derzeit auf "Sabbatical" in New York. Ab der kommenden Spielzeit will Guardiola, der in seinen vier Jahren bei "Barca" 14 Titel holte, wieder ins Trainergeschäft einsteigen.

Josep Guardiola verließ nach 2012 vier Jahren die Trainerbank des FC Barcelona. Der 41-jährige Trainer hatte zuvor bekanntgegeben, den auslaufenden Vertrag bei den Katalanen nicht verlängern zu wollen. Guardiola begann seine Karriere als Fußballspieler im Alter von 13 Jahren in der Jugendakademie des FC Barcelona. Ab der Saison 1990/1991 gehörte Guardiola zum Profikader von Barça und gab als 19-Jähriger sein Debüt in der Primera Division. In 263 Ligaspielen für die Katalanen erzielte Guardiola 6 Toreund holte sechs Mal die spanische Meisterschaft. 1992 gewann er mit Barcelona den Europacup der Landesmeister und 1997 den Europapokal der Pokalsieger. 2001 wechselte der ehemalige Mittelfeldspieler nach Italien zu Brescia Calcio. Nach Stationen bei AS Roma, erneut Brescia Calcio, Al-Ahli SC (Katar) und Dorados de Sinaloa (Mexiko) beendete Guardiola 2006 seine Profi-Karriere. Im spanischen Nationalteam kam Guardiola von 1992-2001 auf 47 Einsätze und erzielte fünf Tore. Mit Spaniens U-23 holte er 1992 Gold bei den Olympischen-Spielen in Barcelona.  Sein Trainer-Debüt gab der gebürtige Katalane in der Saison 2007/2008 bei der zweiten Mannschaft von Barcelona, die er gleich zum Aufstieg in die Segunda Divison B (dritthöchste Spielklasse) führte. Am 8. Mai 2008 wurde Guardiola als Nachfolger für Frank Rijkaard bei den Profis von Barcelona präsentiert. Für Aufsehen sorgte Guardiola bei seinem Amtsantritt als er dem Star-Trio, Ronaldinho, Deco und Samuel Eto’o, mitteilte, dass er nicht mehr mit ihnen plane. Ronaldinho und Deco verließen sofort den Verein, Eto’o wechselte ein Jahr darauf zu Inter Mailand. 2009, 2010 und 2011 durfte sich Guardiola mit Barcelona über den Gewinn der spanischen Meisterschaft und 2009 und 2011 über den Titel in der Champions League freuen. In der Saison 2008/2009 gewann Barça zusätzlich den spanischen Pokal, den spanischen Supercup, den UEFA Supercup und die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft. Somit holte Guardiola in seinem ersten Jahr als Cheftrainer sechs Titel. In seiner letzten Barça-Saison lief es nicht nach Wunsch. Im Halbfinale der Champions League scheiterten die Katalanen an Chelsea. In der Primera Division musste man dem Erzrivalen Real Madrid den Vortritt lassen. Nach einem Sabbatjahr buhlten beinahe alle europäischen Top-Klubs um den Spanier. Den Zuschlag bekam der deutsche Triple-Gewinner FC Bayern München.
(APA / mod) Erstellt am
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