Insider: Rapids Spanier Tomi wartet auf seinen ersten Einsatz.

© APA/HANS PUNZ

Europa League
09/15/2015

Villarreal – die große Nummer aus der Kleinstadt

Spanien-Legionär Tomi warnt vor Rapids erstem Gegner in der EL-Gruppenphase.

von Alexander Huber

Der erste spanische Fußballer in der Vereinsgeschichte von Rapid wartet noch auf seinen ersten Pflichtspieleinsatz. Für das erste Europa-League-Duell am Donnerstag in Wien mit dem spanischen Spitzenklub Villarreal ist Tomás Esteban Correa Miranda, genannt "Tomi", aber der erste Ansprechpartner.

Welchen Status hat Villarreal in Spanien? "In meiner Heimat galt Villarreal eigentlich lange als klassischer Verein der dritten und vierten Liga. Deswegen haben sie auch nicht so viele Fans. Aber dann ist es schnell bergauf gegangen", erzählt Tomi.

Die Heimat des Klubs aus der 50.000-Einwohner-Stadt liegt 60 Kilometer nördlich von Valencia. "In der Region sind fast alle Fans des FC Valencia", erklärt der Anhänger von Barcelona. "Außerdem halte ich zu Teneriffa, weil das meine Heimat ist."

Während Teneriffa derzeit in der Segunda División zu kämpfen hat, ist der 1923 gegründete Rapid-Gegner 1998 erstmals in die Primera División aufgestiegen. Schon 2003 folgte die Europacup-Premiere. "Villarreal nimmt alle Europacupspiele sehr ernst, deswegen haben sie auch regelmäßig Erfolg", weiß der 30-jährige Offensivspieler. Unterschätzen wird der Gruppenfavorit Rapid also sicher nicht.

Rekordhalter

2005 schaffte es Villarreal gar ins Halbfinale der Champions League. Damals hieß der Trainer Manuel Pellegrini. Der Chilene – jetzt bei Manchester City – ist mit fünf Jahren im Amt (2004 – ’09) der Rekordhalter. Auch der aktuelle Coach Garcia Toral ("Marcelino") ist immerhin seit Jänner 2013 beschäftigt– also drei Monate länger als Zoran Barisic, der in Österreich der längstdienende Bundesliga-Coach ist.

Zwischen den Amtszeiten von Pellegrini und Marcelino erlaubte sich der Vizemeister von 2008 eine schlechte Saison: 2012 passierte der Abstieg, dem aber postwendend wieder der Aufstieg folgte. "Sie haben in den letzten Jahren viel Geld mit guten Transfers verdient. Dass Spieler wie Roberto Soldado verpflichtet werden konnten, zeigt, dass sie auch investieren können", meint Tomi.

Im Februar hielt Salzburg gegen Villarreal einigermaßen mit, musste sich in der Europa League aber doch zwei Mal (1:2, 1:3) geschlagen geben. "Villarreal steht jetzt für Konstanz. Sie haben eine starke Mannschaft, die auch Routine hat."

Warteschleife

Erfahrung hätte auch Tomi. Denn mit 30 Jahren ist der Ex-Grödiger der zweitälteste Feldspieler im Kader. Doch nach anfänglichen Muskelbeschwerden trieb ihn jugendlicher Übermut. "Er ist zu früh ins Training zurückgekehrt", sagt Barisic. Jetzt ist der Spanier doch noch voll fit geworden. "Ich stehe jetzt seit vier Wochen voll im Training. Es gibt viele Spiele im Herbst, da hoffe ich natürlich auf meine Chancen."

Die Position sei nicht so wichtig: "Ganz vorne, dahinter, links oder rechts – ich bin bereit. Hauptsache, ich komme mal dran. Darauf arbeite ich hin", sagt der Spanier.

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