Cupsieg: Nach 61 Jahren holt der LASK wieder einen Titel
Euphorie: Erster Titel seit 1965 für den LASK
Das Warten hat in Linz ein Ende. Der LASK holte in Klagenfurt am Ufer des Wörthersees den ersten Titel seit 1965, gewann den ÖFB-Cup gegen Altach nach Verlängerung 4:2. Dabei mussten die Linzer in einem sehenswerten Spiel gleich zwei Mal einen Rückstand aufholen.
Den Grundstein zum Cupsieg hatte der LASK auf der Hohen Warte gelegt. In der ersten Runde hatte man den Wiener Sport-Club bezwungen, nicht auszudenken, wäre das nicht gelungen. So dürfen die Linzer über den ersten Titel seit 61 Jahren jubeln, damals, 1965, holte man gar das Double, das sich auch heuer im Bereich des Möglichen befindet.
Offenes Visier
Die Favoritenrolle in dem Cupfinale in Klagenfurt war klar verteilt, der LASK galt als Favorit, Altach als Außenseiter, der für das Ländle Geschichte schreiben wollte. LASK-Trainer Dietmar Kühbauer hatte vermehrten Ballbesitz seiner Mannschaft vermutet und wurde unmittelbar nach Anpfiff der Partie in seiner Annahme bestätigt.
Beide Teams waren aktiv und nach vorne orientiert, die Altacher pfiffen auf die ihnen zugeschrieben Rolle und gingen in der 5. Minute in Führung. Nach einem weiten Einwurf landete der verlängerte Ball bei Greil, der abzog und zum 1:0 traf.
Der LASK zeigte sich nur kurz geschockt und antwortete mit dem Selbstvertrauen des Tabellenführers. Eine schöne Aktion vollendete Usor nach Hereingabe von Horvath zum 1:1 (11.). Zehn Minuten später durften die Linzer abermals jubeln nach einem Treffer von Adeniran, der aber nach VAR-Konsultation wegen Abseits nicht anerkannt wurde.
Kurz danach fanden sie aber die nächste Chance vor, der abermals stark spielende Kalajdzic hatte beim Abschluss Pech. Die beiden Finalisten boten feinste Unterhaltung, das in Endspielen gerne praktizierte Taktieren stand in Klagenfurt im Abseits. Demaku brachte mit einem Traumtor Altach mit 2:1 in Führung (30.). Der LASK spielte überlegen, aber noch zu wenig zwingend, Altach konterte sehr gut.
Auch nach der Pause ging man äußerst unterhaltsam zu Werke, Kalajdzic hätte bei einem Abstauber für den Ausgleich sorgen müssen (49.). Die Linzer gerieten immer mehr unter Zugzwang und kamen mit einer Traumkombination zum Ausgleich. Goalie Jungwirth schlug weit ab, Kalajdzic assistierten sensationell Adeniran, der volley zum 2:2 traf (66.).
Danach hielt im Kampf auch der Krampf immer mehr Einzug, die Kräfte schwanden. Adeniran köpfelte in der Nachspielzeit zum 3:2, der VAR bestätigte eine Abseitsstellung – Verlängerung.
Bello possibile
In der 101. Minute traf Bello nach Jörgensen-Flanke den Ball zwar nicht richtig, aber dennoch zum 3:2. Zwei Minuten später war der LASK praktisch Cupsieger, weil Adeniran nach einem abermaligen Traumpass von Kalajdzic das 4:2 erzielte. Altach hatte nicht mehr die Kraft, dem Spiel eine abermalige Wende zu geben.
Nach 61 Jahren des Wartens durften die Linzer somit endlich wieder eine Trophäe stemmen – mit Coach Kühbauer als Cupspezialisten.
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