Sport | Fußball
03.09.2017

FIFA prüft Nazi-Eklat von Prag

"Diese Chaoten beschädigen dieses Bild", sagte der deutsche Teamchef bei einer Pressekonferenz.

Das Fehlverhalten rechtsextremer deutscher Problemfans während des WM-Qualifikationsspiels gegen Tschechien in Prag (2:1) hat möglicherweise ein Nachspiel. "Wir haben das Thema in den Medien verfolgt. Wir haben Beobachter, die es hinsichtlich unseres Anti-Diskriminierungs-Systems überprüfen", sagte eine Sprecherin des Weltverbandes FIFA auf Sport1-Anfrage am Montag.

Die FIFA erhalte "Berichte zu jedem WM-Qualifikationsspiel. Der zum Spiel in Prag ist noch nicht da. Erst anschließend entscheiden wir, ob wir eine Untersuchung einleiten".

Neben dem offiziell organisierten Fanblock gab es in der Prager Eden Aréna eine Zelle von etwa 200 Personen, die beide Nationalhymnen und eine Schweigeminute störten. Vereinzelt waren "Sieg Heil"-Rufe zu hören, der deutsche Nationalspieler Timo Werner (RB Leipzig) wurde beschimpft. Bundestrainer Joachim Löw hatte sich am Sonntag auf der Pressekonferenz vor dem Norwegen-Spiel vehement von den "Chaoten" distanziert.