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Sport Fußball
04/27/2021

Eine müde Austria verjuxte Platz eins in der Qualifikationsgruppe

Die Veilchen müssen sich gegen die Admira mit einem torlosen Remis zufriedengeben. Hartberg zieht nach einem Sieg gegen Altach vorbei.

von Alexander Strecha

Der alte, neue Admira-Trainer Klaus Schmidt hatte es angekündigt: „Wer steht, der liegt“, erklärte er die Forderung an seine Spieler, sie mögen sich in den Zweikämpfen nicht so zurückhaltend wie zuletzt präsentieren. Und die Admira zeigte ein ganz anderes Gesicht als noch beim letzten Aufeinandertreffen am vergangenen Samstag.

Denn sie hielt das Geschehen recht ausgeglichen und hatte in der ersten Hälfte die besseren Chancen durch Atanga und vor allem durch Datkovic, dessen Kopfball an die Latte knallte. Die Austria näherte sich durch Handl und Monschein an. Nach der Pause fanden die Wiener in der Offensive kaum Lösungen, um ernsthaft Gefahr zu erzeugen, während die Admira der Führung durch Atanga, Wooten und Breunig mit einem weiteren Kopfball an die Latte deutlich näher kam. Für die Violetten war es letztlich ein durchaus glücklicher Punkt, der nicht ausreichte, um die Tabellenführung in der Qualigruppe zu verteidigen. Zwei Punkte fehlen nun auf die am Dienstag siegreichen Hartberger.

Abseits des Rasens gab es vor dem Spiel in der Geschäftsstelle der Nordtribüne ein Gespräch zwischen Präsidenten Frank Hensel, der zuletzt selbst 500.000 Euro in die Violetten investiert hatte, und Markus Kraetschmer, dessen Zukunft in Violett Thema der Unterhaltung war. Vize-Präsident Raimund Harreither lobte Kraetschmer in einem Sky-Beitrag für dessen Einsatz.

„Die Rahmenbedingungen haben sich natürlich geändert, der Aufwand ist enorm geworden. Und das eine oder andere ist Markus Kraetschmer zuletzt nicht so gelungen, wie es sein sollte.“ Klingt nicht nach einer selbstverständlichen Verlängerung des auslaufenden Vertrages.

Geschmacklos

Tagsüber kam es bei der Südosttangente bei der Generali-Arena zu einem Fanprotest gegen Kraetschmer, der sämtliche Grenzen des Geschmacks und des Erlaubten überschritt und nichts anderes als eine gefährliche Drohung darstellte. Wie viel auch immer Fans ihm vorwerfen, diese Aktion ging zu weit. 

Austria - Admira 0:0

Wien, Generali Arena, keine Zuschauer erlaubt (wegen Coronavirus-Pandemie), SR Schüttengruber

Austria: Pentz - Teigl, Handl, Palmer-Brown, Poulsen - Martel, Demaku (11. Ebner) - Sarkaria, Fitz (86. Zwierschitz), Wimmer - Monschein (69. Pichler)

Admira: Leitner - Aiwu, Datkovic, Bauer - Maier, Kerschbaum, Malicsek (89. Sax), Vorsager, Lukacevic - Atanga (80. Kronberger), Wooten (65. Breunig)

Gelbe Karten: keine bzw. Malicsek, Vorsager

Altach rutschte noch tiefer in den Abstiegskampf

Vor dem zweiten Duell mit den Oststeirern hatte Altach-Trainer Canadi angekündigt, dass seine Mannschaft defensiver auftreten werde als beim 2:2 am Samstag. Das zeigte sich dann auch in einer personell ordentlich veränderten Startelf.

Aber seine Mannschaft vergaß auch nicht, dass man ein Fußballspiel nur gewinnen kann, wenn man ein Tor schießt. Ein blitzsauberer Angriff, den Maderner nach Vorlage von Fischer seelenruhig abschloss, führte zur frühen Führung (9.).

Aber wenn man nach einem 1:0 gewinnen will, dann darf man eben kein Gegentor kassieren. Das schafften die Altacher aber nicht. Kainz erzielte schon in der 22. Minute nach einer ebenfalls sehenswerten Aktion den Ausgleich.

Danach waren die Hartberger die bessere Mannschaft, obwohl die Altacher die besseren Chancen hatten. Die Entscheidung fiel in Minute 85: Ried sorgte mit einem satten Schuss für den 2:1-Endstand und schoss sein Team auf Platz 1 in der Qualifikationsgruppe und die Vorarlberger noch tiefer in den Abstiegsstrudel.

Auf seinen Kapitän muss Altach-Coach Canadi in den entscheidenden Wochen verzichten: Philipp Netzer fällt nach einer Muskelverletzung im Leistenbereich aus, die er sich im Hinspiel gegen Hartberg zugezogen hatte.

Hartberg - Altach 2:1 (1:1)

Hartberg, Profertil-Arena, keine Zuschauer erlaubt (wegen Coronavirus-Pandemie), SR Weinberger

Tore:
0:1 ( 9.) Maderner
1:1 (22.) Kainz
2:1 (85.) Ried

Hartberg: Swete - Lienhart (46. Chabbi), Gollner, Luckeneder, Klem - Horvat, Kainz (65. Rakowitz) - Flecker, Rep (86. Heil), Horvath (81. Ried) - Tadic (66. Ertlthaler)

Altach: Kobras - Thurnwald (81. Karic), Zwischenbrugger, Dabanli, Haudum, Edokpolor - Meilinger (46. Bukta), Casar, Wiss (64. Oum Gouet), Fischer - Maderner (64. Stefel)

Gelbe Karten: Kainz, Gollner bzw. Maderner, Meilinger

Grunddurchgang

PLVEREINSPSUNTOREDiff.PUNKTE
1Salzburg22171467:244352
2Rapid Wien22136343:251845
3LASK22133642:212142
4Sturm Graz22116534:201439
5Wolfsberger AC22103940:39133
6Wattens2286837:34330
7Hartberg2278725:38-1329
8Austria Wien2267931:32-125
9St. Pölten22561133:43-1021
10Rheindorf Altach22631320:43-2321
11Ried22441421:46-2516
12Admira22351422:50-2814

Qualifikationsgruppe

PLVEREINSPSUNTOREDiff.PUNKTE
1Hartberg5419191663:86-2332
2Austria Wien5417162178:75329
3Ried5412132955:103-4825
4Rheindorf Altach5415102953:98-4523
5Admira549133249:108-5919
6St. Pölten5410152972:100-2813

Meistergruppe

PLVEREINSPSUNTOREDiff.PUNKTE
1Salzburg544239161:5710451
2Sturm Graz5427141386:543237
3Rapid Wien54301410107:654236
4LASK542891797:623530
5Wolfsberger AC542382392:101-927
6Wattens5418142290:94-423
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